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Sieben Bäcker feiern 700 Jahre Innung Göttingen

Knusprige Ansage an die Konkurrenz Sieben Bäcker feiern 700 Jahre Innung Göttingen

Sieben Göttinger Bäcker und ihre Gäste feierten in der Zentrale der Sparkasse Göttingen das 700-jährige Jubiläum ihrer Innung. Den Festvortrag hielt Wilhelm Gerhardy. Der Ehrenobermeister betonte, wie einzigartig die deutsche Brotkultur weltweit sei.

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Quelle: Christoph Mischke

Göttingen. Knusprige, duftende Brote unweit des Mikrofons brachten den Ersten Stadtrat Hans-Peter Suermann offensichtlich in launige Stimmung. Er erklärte den Gästen der Festveranstaltung, dass er es als Kämmerer und Kassenwart seines Brötchengebers gewohnt sei, kleine Brötchen zu backen und mit Brosamen vorliebzunehmen. Dabei wollte er doch nur sein Kompliment loswerden: „Das Handwerk genießt großes Ansehen.“ Und einen Hinweis geben: Dass die Produkte nicht nur genüsslich, sondern auch verbal als geflügelte Worte in aller Munde seien.
Obermeister Jens Hildebrand dankte Rainer Hald, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Göttingen, dafür, dass die Göttinger Bäcker ihre Festveranstaltung in der Zentrale des Geldinstituts ausrichten durften – inklusive Versorgung mit Getränken.

Wichtige Arbeitgeber in der Stadt

Hildebrand freute sich über die Anerkennung der betrieblichen Leistungen. „Dass wir, das Bäckerhandwerk, heute immer noch existieren, ist mit Sicherheit keine Selbstverständlichkeit.“ 1991 feierten noch 26 Innungskollegen 675-jähriges Bestehen – aktuell seien nurmehr sieben Bäcker aktiv. Zwar habe es Veränderungen der Unternehmensstrukturen gegeben, mit dem Ergebnis, „dass wir auch in Göttingen teilweise sehr große Bäckereien haben“, die „wichtige Arbeitgeber“ in Stadt und Landkreis seien; andererseits liege der „eigentliche Grund für die massive Veränderung der Marktlandschaft“ in der „erheblichen Konkurrenz von Seiten der Industrie“.

Nicht wenige Verbraucher kauften lieber günstig ein, statt auf Qualität aus der Backstube zu setzen. Die einzige Möglichkeit für das Back-Handwerk sei daher, auf Individualität, Vielfalt und handwerkliche Qualität zu setzen.  „Unsere große Chance als Individualisten und ,Künstler der Vielfältigkeit‘ haben wir erkannt“, so Hildebrand. Die Bäcker müssten „auf die konkreten Wünsche unserer Kundschaft, zumal auf dem flachen Land, sensibel eingehen“.

Fotoausstellung: „Menschen und Brot“

Die sieben Jubiläumsbrote sollen dazu beitragen, ein größeres Publikum auf den guten Geschmack zu bringen. So wie eine Fotoausstellung des Brotmuseums in Ebergötzen mit dem Titel „Menschen und Brot“, die in der Zentrale der Sparkasse Göttingen zu sehen ist. ski

Um die Schritte der Verbraucher jetzt zahlreicher in Richtung Verkaufsräume zu lenken, backen die sieben Göttinger Innungsbäcker sieben Jubiläumsbrote (500 Gramm), jeweils nach „Art des Hauses“ – bis zum 30. November erhältlich in den Bäckereien und Filialen von: Hildebrand in Barterode, Thiele, Ruch, Könnecke, Hermann, Hemer (Göttingen, Böttinger Straße) und Lutze (Göttingen, Weender Straße, gegenüber dem Carré). Jens Hildebrand: „Jeweils zehn Cent pro verkauftem Brot gehen als Spende an unser großartiges Brotmuseum Ebergötzen.“    

Von Stefan Kirchhoff

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