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Sieger servieren „Gastliches aus Göttingen“

Schülerköche Sieger servieren „Gastliches aus Göttingen“

Süßliche Erdbeer-Duft wechselt sich mit frischer Zitronen-Note ab. Über allem schwebt eine für ungeübte Nasen schwer zu definierende Gewürzkomposition. Curry und Vanille sind auf jeden Fall dabei, wahrscheinlich auch Oregano und Thymian. Doch schmecken die Gerichte auch so gut, wie sie riechen? Zu diesem frühen Zeitpunkt des niedersächsischen Landesmeisterschaftsfinals der Nachwuchsköche in der Küche der Berufsbildenden Schulen III sind die Herdplatten und Backöfen noch nicht in Betrieb.

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Gewinnerteam beim Kochen: Julian Kempke, Laura Niemeyer, Jonas Matthies und Hendrik Ellwanger (von links).

Quelle: Vetter

Gebacken und gebrutzelt wird erst später, damit die Speisen frisch und warm auf dem Juryteller landen. Das Aroma, das dann beim Anbraten von Hähnchenbrust mit Parmesan-Mandel-Füllung oder beim Kochen einer Drei-Kräuter-Käse-Sahne-Soße entsteht, erfüllt den Raum und lässt die Fachjury vom Verband der Köche Deutschlands und Zuschauer in Gedanken schweifen.

Die Konzentration der drei Nachwuchs-Kochteams während des Wettbewerbs in der Gemeinschaftsküche ist hingegen hoch. Sie stammen von der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule, der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, beide aus Göttingen, und der Pestalozzi-Schule aus Duderstadt. Nur zwei Stunden haben sie Zeit, um Vorspeise, Hauptgang und Dessert zuzubereiten – da kann ein Fehler verhängnisvoll sein. „Ich war zu Beginn schon ziemlich aufgeregt“, gesteht Laura Niemeyer (14) vom Siegerteam. Sie habe jedoch schnell in eine Art Automatikmodus geschaltet und so das Dessert „Gänseliesels Kuss“ (Mascarpone-Sahne-Creme mit Himbeeren und Pfirsichen auf selbstgemachtem Biskuitboden) erstellt, das den Abschluss des Menüs „Gastliches Göttingen“ bildet. Für den Hauptgang zeichnet sich Teammitglied Hendrik Ellwanger (15) verantwortlich, der sogar eine eigene Gewürzmischung mitgebracht hat. „Salz, rosa Pfeffer, Oregano und noch ein paar weitere Gewürze“ seien in der Eigenkreation enthalten. Das Niveau ist hoch. Die selbstgemachten Bandnudeln der Gewinner wird die Jury später als „die besten, die wir in einem solchen Wettbewerb bisher gegessen haben“ bezeichnen.

Alle Teilnehmer dieses Finales sind bereits Sieger, erklärt Juryobmann Christian Ulrich. Jedes Team habe sich im Vorfeld gegen andere Schulen durchgesetzt. Auch die Menüs der Zweit- und Drittplatzierten sind Leckereien.

Die Vize-Landesmeister der Pestalozzi-Schule haben passend zu ihrem Motto „Land und Meer“ Kabeljau mit Safran-Curry-Gemüse am Nudelnest als Hauptspeise gewählt. Auch die Dekoration gehört zu einem perfekten Gesamt-Kochwerk. „Wir haben uns überlegt, dass die Grundfarbe wegen des Meeresthemas blau sein soll“, erklärt Angelo Lautenbach (14). Zudem haben sie den Tisch mit Sand und Muscheln verziert.

Die Teammitglieder der Geschwister-Scholl-Gesamtschule landeten auf dem Bronzeplatz und waren schon vor der Jury-Entscheidung nicht ganz zufrieden. „Leider hat ein Mitglied eines anderen Teams versehentlich den Wasserhahn aufgedreht, als ich gerade die Creme gerührt habe“, erklärt Stephan Heinze (15) enttäuscht. Dadurch habe er das Dessert noch einmal herstellen müssen, wodurch die Zeit knapp und die Creme flüssig wurde.

Auch Arbeitsweise, Präsentation, Optik und die Rezeptur (jedem Team stehen 18 Euro für ihre Zutaten zur Verfügung) sind Kriterien, auf die die Jury achtet. So gab sie den Gewinnern (zum Team gehören neben Niemeyer und Ellwanger noch Julian Kempke (15) und Jonas Matthies (14)) noch Tipps für das Bundesfinale am 23. Mai in Erfurt. „Ihr seid schon so gut, dass ihr auf Kleinigkeiten achten könnt“, sagte Jurymitglied und Koch Theo Kaib. Er kritisierte die Unstrukturiertheit am Kochplatz in der ersten Stunde und die Anordnung der Gerichte. Die Mitte des Tellers dürfe nicht frei sein. „Das soll nicht eure großartige Leistung schmälern.“ Es sei Kritik auf hohem Niveau.

Am 14. Erdgaspokal haben bundesweit 1068 Nachwuchsköche teilgenommen, 20 aus Niedersachsen. Jedes Team hatte einen Paten – für die Göttinger waren es die Stadtwerke und in Duderstadt die Harz Energie GmbH & Co. KG.

Von Michael Kerzel

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