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Solarvent aus Bad Gandersheim produziert umweltfreundliche Pelletheizungen

Wachstum in Großbritannien Solarvent aus Bad Gandersheim produziert umweltfreundliche Pelletheizungen

76 Firmen und Institutionen haben sich um den Innovationspreis 2014 des Landkreises Göttingen beworben. Nicht alle konnten gewinnen, obwohl viele Ideen und Erfindungen einen Preis verdient hätten. Das Tageblatt stellt alle Teilnehmer und ihre Innovationen vor. Heute: Solarvent Biomasse Heizsysteme GmbH.

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Erfinder und Außendienstler: Dominic Umscheid und Hartmut Burgsmüller (links) in der Gandersheimer Innovationsschmiede.

Quelle: mic

Bad Gandersheim. Wegen Feinstaub-Ausstoßes gerieten Holzheizungen im Jahr 2006 in die Kritik. Der Markt brach damals ein. Zu Unrecht, meint Dominic Umscheid (36), geschäftsführender Gesellschafter der Bad Gandersheimer Solarvent Biomasse Heizsysteme GmbH. Seine patentierten Pelletheizungen liegen 70 Prozent unter den Feinstaub-Grenzwerten, die die Bundesimmissions-Schutzverordnung seit Januar vorschreibt. Der Kohlendioxidausstoß ist sogar 94 Prozent geringer als erlaubt, sagt Umscheid. Deswegen zeichnete der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) Umscheid beim Innovationspreis-Wettbewerb mit dem Sonderpreis Umwelt aus.

„Mein System arbeitet mit einer sogenannten Partitionskammer, die ich mir 2003 patentieren ließ“, erklärt der Unternehmer. Die Heizung verfügt über zwei Brennkammern. Eine lässt sich abschalten, wenn die Heizung nicht auf vollen Touren läuft. Umscheid hat sein System in den vergangenen Jahren fortlaufend optimiert.

Besonders ist an den Solarvent-Heizungen auch, dass es sie nur als Bausatz für kostenbewusste Heimwerker gibt. „Die meisten meiner Kunden sind in handwerklichen Berufen tätig“, sagt Umscheid. Seit 2011 überwacht Solarvent alle Anlagen aus der Ferne über das Internet. 95 Prozent der Fehler lassen sich so am Rechner in Bad Gandersheim erkennen und beheben. „Bei Fragen gibt es an 365 Tagen im Jahr in der Zeit zwischen 8 und 22 Uhr einen Ansprechpartner“, versichert der Geschäftsführer.

Für erneuerbare Energien hat sich Umscheid bereits als Zehnjähriger begeistert. Er stattete sein Kinderzimmer mit einer Photovoltaikanlage aus. Mit 17 Jahren machte sich der gebürtige Aschaffenburger, der eine Elektrikerlehre mit dem Schwerpunkt Energie- und Gebäudetechnik absolvierte, selbstständig. Gartenhäuser erhielten von ihm photovoltaische, Wohngebäude solarthermische Anlagen.

Im Jahr 2000 begann er mit Pelletheizungen. Die Firma expandierte und benötigte mehr Fläche. Hartmut Burgsmüller (66), Außendienstmitarbeiter bei Solarvent, machte Umscheid auf Gewerbeimmobilien in Bad Gandersheim aufmerksam. Dort fand der Aschaffenburger ein ehemaliges Autohaus mit 3000 Quadratmeter großem Grundstück. Das Land Niedersachsen förderte die Ansiedelung.

In dem Gebäude mit seinen 1000 Quadratmetern Nutzfläche erfolgt seither zwischen März und Oktober die Endmontage. Die Partitionskammern lässt Umscheid fertigen. Bisher hat er 500 Kessel verkauft, davon 40 Stück nach Großbritannien. Dort will das Unternehmen in den kommenden Jahren wachsen. Derzeit liegt die Exportquote bei 20 Prozent.

Von Michael Caspar

Innovationspreis: Vom Ross zum Reiter

„Irgendwelche Menschen auf Tieren sind häufig zu sehen“, sagt Künstler Christian Jankowski auf die Frage, wie es zu seinem Entwurf gekommen ist. Der in Göttingen geborene Konzeptkünstler hat 2005 jene Trophäe entworfen, die die Gewinner des vom Landkreis Göttingen ausgelobten Innovationspreises erhalten. Nur: Jankowski hat in seiner Arbeit das Ross zum Reiter gemacht – und damit auf einen Streich eine Innovation geschaffen und die künstlerische Gattung des Reiterdenkmals persifliert.

„Ich habe vor meinem Entwurf über Innovationen nachgedacht und bin so auf die Idee gekommen, dem altbackenen Reiterdenkmal eine andere Drehung zu geben“, so Jankowski, der sich auch rund zehn Jahre danach noch gut an seine Arbeit zum Innovationspreis erinnern kann.

In dieser Zeit habe der international renommierte Künstler für ein anderes Kunstprojekt ebenfalls mit Bronze gearbeitet, und so stand auch das Material der 30 Zentimeter hohen Skulptur fest, die von der Sparkasse Göttingen gestiftet wird. jro

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