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Sonderkonjunktur: Kfz-Verband korrigiert Jahresprognose nach oben

Dank Abwrackprämie Sonderkonjunktur: Kfz-Verband korrigiert Jahresprognose nach oben

Die sogenannte Abwrackprämie erweist sich nach Angaben des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) für die Branche als „Volltreffer“.

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Die Abwrackprämie der Bundesregierung hat einen Ansturm auf die Autohäuser ausgelöst.

Quelle: Nigel Treblin/ddp

Angesichts von über 400 000 hinterlegten Kaufverträgen seit Einführung der Prämie Mitte Januar korrigierte der Verband am Dienstag in München die ursprüngliche Jahresprognose für Neuzulassungen von Pkw nach oben - von 2,8 Millionen auf nun „gut 3 Millionen“. Trotz der mit der Prämie verbundenen befristeten Sonderkonjunktur bleibe das Kraftfahrzeuggewerbe insgesamt aber „auf einem steinigen Weg“, sagte Verbandspräsident Robert Rademacher.

Der Sonderkonjunktur folge zwangsläufig ein „mehr oder weniger großes Loch“. Wie groß dieses ausfallen werde, könne gegenwärtig noch nicht abgeschätzt werden. Nach 650 Unternehmensschließungen und einem Verlust von 6100 Arbeitsplätzen 2008 sei „das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht“. Wie schon im Vorjahr müsse auch 2009 wieder mit rund 1100 Insolvenzen gerechnet werden. Zuletzt fanden 461 900 Menschen im Kfz-Gewerbe eine Arbeit.

Der Gesamtumsatz mit dem Verkauf neuer und gebrauchter Pkw und Lkw sowie mit dem Service blieb im vergangenen Jahr in den verbleibenden 39 100 Unternehmen bei einem Minus von 0,2 Prozent mit 129,5 Milliarden Euro nahezu stabil. Erwartet worden war ein Rückgang auf etwa 128 Milliarden Euro. Die Bilanzen rettete dabei vor allem der Gebrauchtwagenhandel. Der durch den Verkauf gebrauchter Pkw erzielte Umsatz kletterte um rund 16 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro.

Im Service verzeichnete die Branche ein überraschendes Plus von einer Million Aufträge. Dagegen erreichte das Handelsgeschäft „neue Tiefstwerte“: Der erneute Rückgang der Umsatzrendite vor Steuern ließ die Mehrheit der Autohäuser rote Zahlen schreiben, wie Rademacher ausführte.

Insgesamt verzeichnete die Branche nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr 9,2 Millionen Verkäufe von gebrauchten und neuen Autos. Im Vorjahr waren noch 9,4 Millionen Wagen veräußert worden. Der Durchschnittspreis der Fahrzeuge sank um 1,2 Prozent, wie der Verband weiter mitteilte. Die Pkw-Neuzulassungen sind im vergangenen Jahr um knapp zwei Prozent zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr sank deren Zahl um 1,8 Prozent auf 3,09 Millionen Fahrzeuge, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bereits Anfang Januar mitgeteilt hatte.

Die Abwrackprämie in Deutschland - auch Umweltprämie genannt - ist Teil des zweiten Konjunkturpaketes der Bundesregierung. Käufer von umweltfreundlichen Neu- oder Jahreswagen erhalten dabei 2500 Euro für die Verschrottung ihres mindestens neun Jahre alten Autos. Die Bundesregierung hat dafür im laufenden Jahr 1,5 Milliarden Euro eingeplant - damit könnten maximal 600 000 Prämien bezahlt werden. Bis zum Dienstag sind im Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 217 693 Anträge und damit mehr als ein Drittel auf Gewährung der Abwrackprämie eingegangen. Der ADAC und zahlreiche Autohersteller haben bereits eine Erhöhung der Fördersumme gefordert.

ddp

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