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Schnellschüsse unerwünscht

Schadstoffbelastung durch Diesel Schnellschüsse unerwünscht

Stickoxidwerte, die knapp über dem Grenzwert liegen – die Stadt Göttingen steht vor der Herausforderung, sich eine Lösung für die Schadstoffbelastung der Luft zu überlegen. Eine schnell eingeführte Umweltzone, die nur die neusten Euro-6-Diesel zulässt, sehen Wirtschaftsvertreter kritisch.

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Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. „Der Bund regt zwar an, dass eine blaue Plakette eingeführt werden soll. Wie, ist aber noch völlig offen“, so Stadtsprecher Detlev Johannson. Auch wann mit so einer Regelung zu rechnen wäre, ist unklar. Dass jedoch nichts überstürzt werden sollte, da sind sich Vertreter der Wirtschaft einig.

Im Nutzfahrzeugbereich dominiert der Diesel den Markt

Im Nutzfahrzeugbereich dominiert eindeutig der Diesel den Markt. Im Fernverkehr seien deutlich mehr neuere Lastwagen unterwegs, viele davon aber noch mit Euro-4 und Euro-5 Norm, so Waltraud Heyn, Inhabern von Heyn Transporte. Das Unternehmen verfügt über 40 Nutzfahrzeuge vom Sprinter bis zum 45-Tonner und wickelt vom Fernverkehr bis zur Händlerbelieferung in der Innenstadt alles ab.

Da Heyn bei Fahrzeugzukäufen nur Neuwagen nimmt, erfüllt etwa ein Drittel der Flotte die Euro-6 Norm, so Heyn. Den Euro-6-Anteil im gesamten Nutzfahrzeugmarkt schätzt sie auf etwa 20 Prozent. Doch gerade im Handwerk würden Nutzfahrzeuge deutlich länger gefahren. Dafür gebe es auch einen riesigen Gebrauchtwagenmarkt. Euro-5 lasse sich zudem nicht einfach umrüsten, eine Umstellung auf Euro-6 gehe daher nur über Neuwagen.

Selbst beim Energieversorger EAM erst 13 von rund 450 Fahrzeugen Elektromobile

Selbst beim Energieversorger EAM sind erst 13 von rund 450 Fahrzeugen Elektromobile, die übrige Flotte, überwiegend Diesel, entspreche zu etwa einem Drittel der Euro-6 Norm, 250 weitere Fahrzeuge sollen zu Ende des Jahres ausgetauscht werden.

Es bedürfte einer viel längeren Übergangszeit, meint Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Andreas Gliem, zumindest für gewerbliche Kraftfahrzeughalter des Bau- und Ausbaugewerbes. „Wir brauchen einfach Zeit“, sagt auch Martin Rudolph, Leiter der IHK-Geschäftstelle Göttingen. Es gebe zu viele Aspekte, die beim Thema Schadstoffverringerung mit berücksichtigt werden müssten. So hätten sich beispielsweise durch die Zunahme des Onlinehandels und der zeitnahen Lieferung auch die Ansprüche an die Paketversendung geändert. Es sei daher im Wettbewerb etwa für einen Innenstadthändler sogar von Vorteil, wenn er auch nachmittags seine Pakete abholen lassen könnte. Das bedeute aber noch mehr Verkehr.

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