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Schwere Verhandlungen bei Bosch

Robert Bosch GMbH Schwere Verhandlungen bei Bosch

Der im vergangenenen Herbst angekündigte Stellenabbau bei Bosch in Göttingen von 260 Stellen ist vermütlich nicht mehr zu vermeiden. Jetzt geht es um die Zukunft der verbleibenden 300 Mitarbeiter. Doch die Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Konzernleitung gestalten sich schwer. Ein Lösung scheint trotz vieler Sitzungen noch nicht absehbar.  

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Quelle: Wenzel

Göttingen. Die Verhandlungen sollen weitergeführt werden, das hatte die Robert Bosch GmbH erst im Februar mitgeteilt. Dabei solle die über die künftige Ausrichtung des Werk diskutiert werden. „Wir wollen am Standort in Göttingen festhalten, doch die Frage ist unter welchen Voraussetzungen das geschehen kann“, betonte Nico Krespach, Sprecher der Robert Bosch GmbH. Dies wolle man im Dialog mit den Arbeitnehmervertretern klären. Die Fronten waren zu diesem Zeitpunkt bereits verhärtet. Nach 13 Verhandlungsrunden konnten die Verhandlungsparteien sich in wesentlichen Fragen zum Erhalt des Bosch-Standortes Göttingen nicht verständigen, hatte dazu die IG Metall mitgeteilt.

Keine schnelle Lösung zu erwarten

Drei Monate später, im Juni ,scheinen die Verhandlungen über einen möglichen Erhalt des Produktionsstandortes in Göttingen schwerer denn je. Nachdem Ende April ein Treffen auf höchster Ebene der IG-Metall und Konzernspitze in Stuttgart stattgefunden hatte, bei dem ein konkretisiertes Konzept für den Erhalt des Göttinger Bosch-Werkes vorgestellt wurde. Gehen die Verhandlunge auf lokaler Ebene weiter, erklärt Krespach. Zu den Details des Konzeptes konnte sich Krepsach mit Rücksicht auf die Verhandlungen nicht äußern. Doch so viel stehe fest. Dabei sei keine schnelle Lösung zu erwarten. Sitzungstermine für die Verhandlungen sollen nun bis in den Oktober festgelegt worden sein.

Von den aktuell noch 560 Mitarbeitern bei Bosch in Göttingen sollen nach den Plänen des Konzerns bis Ende 2020 um die 260 Stellen abgebaut werden. Hintergrund ist die mangelnde Rentabilität der Produktion am Bosch-Standort in Göttingen. Dort werden gebrauchte Fahrzeugteilen wieder instandgesetzt und auf Erstausrüstungsqualität gebracht. Insbesondere die Instandsetzung von Startern und Generatoren sei bei den vergleichsweise hohen deutschen Lohnkosten nicht mehr wettbewerbsfähig und profitabel. Bosch hatte 2016 angekündigt, dass dieser Arbeitsbereich künftig nach Krakovets in der Ukraine beziehungsweise nach Bernolakovo in der Slowakei verlagert werden soll. Der Standort Göttingen soll sich stattdessen auf technologisch hochwertigere Remanufacturing-Erzeugnisse konzentrieren – auch jenseits des Automotive-Bereichs. In hildesheim hat Bosch die Starterproduktion bereits an chinesischische Investoren verkauft.

Seit Jahren personelle Verkleinerung

„Die Beschäftigten am Standort Göttingen erwarten von der Robert Bosch GmbH, dass sie ihrer sozialen Verantwortung gerecht wird und eine Perspektive für die Neuausrichtung des Standortes mit der Sicherung von möglichst vielen Arbeitsplätzen in der Zukunft eröffnet“, heißt es von der IG Metall. Doch die Realität sieht anders aus. Der geplante Stellenabbau in Göttingen stellt eine Verschärfung der schon seit Jahren andauernden personellen Verkleinerung des Werkes Göttingen dar: Ende 2012 waren dort noch rund 690 Mitarbeiter beschäftigt, 2013 rund 650, im Jahr 2014 etwa 630 und Ende 2015 waren es sogar noch 590 Mitarbeiter.

Ob dieses Werk nach dem deutlichen Stellenabbau überdimensioniert sei, ließ sich nicht sagen. Die Robert Bosch GmbH verweist jedoch daraufhin, dass in den vergangenen sechs Jahren jeweils zwischen zwei und drei Millionen Euro in Gebäude und Einrichtungen investiert wurden, darunter unter anderem in die Erweiterung des Test-Zentrums.

Von Bernard Marks

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