Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Studie analysiert die Sanitär-, Heizung- und Klima-Handwerke

Kaum einer wird noch Klempner Studie analysiert die Sanitär-, Heizung- und Klima-Handwerke

Bislang hat es keine detaillierte Gesamtbetrachtung der sogenannten SHK-Berufe – Sanitär, Heizung, Klima – gegeben. Eine Studie der Universität Göttingen setzte hier an und erstellte erstmals ein umfangreiches Bild über die aktuelle Lage dieses Handwerkszweigs.

Voriger Artikel
Steuerfachangestellte in Göttingen freigesprochen
Nächster Artikel
Rosdorfer Peter Scholz macht sich mit mobiler Suppenküche selbständig
Quelle: Pförtner (Symbolfoto)

Göttingen. Innerhalb des deutschen Handwerks stellen die SHK-Handwerke eine große Gruppe mit fast neun Prozent aller Handwerksunternehmen dar. Zu ihnen zählen vier Handwerksberufe: Installateure und Heizungsbauer, der mit Abstand größte Zweig, Klempner, Ofen- und Luftheizungsbauer sowie Behälter- und Apparatebauer. 2011 wurden knapp 52000 umsatzsteuerpflichtige SHK-Handwerksunternehmen gezählt, von denen allein knapp 45000 zu den Installateuren und Heizungsbauern zählen.

Seit 1994 hat sich die Zahl der Betriebe um etwa 20 Prozent erhöht, was allein auf Ein-Personen-Unternehmen zurückzuführen ist. Die Zahl der tätigen Personen ist dagegen um knapp 30 Prozent gesunken. Die Umsatzsteigerung von 7,6 Prozent in diesem Zeitraum liegt deutlich unter der Inflationsrate, so dass es einen realen Umsatzverlust gab. Die Zahl der Existenzgründungen in den SHK-Handwerken ist in den Jahren seit 2004 fast kontinuierlich gesunken. Dafür allerdings sind nach fünf Jahren noch knapp 80 Prozent der Unternehmen am Markt. Dieser Wert ist deutlich höher als im gesamten Handwerk.

Nur etwa jeder 20. Betrieb wird von einer Frau geleitet, wobei dies häufiger bei kleineren als bei größeren Betrieben der Fall ist. Über 43 Prozent der Inhaber sind über 50 Jahre alt, wobei die Mehrzahl von ihnen noch keine Entscheidung über die Zukunft des Betriebs gefällt hat und ein erheblicher Teil der Inhaber von Kleinstbetrieben überlegt, den Betrieb später zu schließen. Im Vergleich zum gesamten Handwerk sind die Inhaber von SHK-Betrieben überdurchschnittlich qualifiziert.

In den SHK-Handwerken beginnen jedes Jahr etwa 11000 Jugendliche eine Ausbildung; während der Frauenanteil mit 1,3 Prozent unbedeutend ist, beträgt der Ausländeranteil bei steigender Tendenz 7,4 Prozent.

Mit Abstand die meisten Auszubildenden lernen Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik. Ungünstige Perspektiven zeigen hingegen die Auszubildendenzahlen in den drei anderen Berufen Klempner, Ofen- und Luftheizungsbauer sowie Behälter- und Apparatebauer, auf die nur wenige Prozentpunkte entfallen.

In den letzten Jahren ist zudem ein starker Rückgang der Auszubildendenzahlen erfolgt. Ursächlich dafür sind viele Vertragsauflösungen und auch eine vergleichsweise hohe Durchfallquote von über 20 Prozent. Derzeit melden über 45 Prozent der Betriebe offene Stellen.

Von Sven Grünewald

Voriger Artikel
Nächster Artikel
DAX
Chart
DAX 11.236,50 +0,29%
TecDAX 1.756,50 +0,18%
EUR/USD 1,0562 ±0,00%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

FMC 77,20 +3,47%
FRESENIUS... 69,87 +2,31%
BEIERSDORF 78,43 +1,86%
DT. BANK 17,32 -3,34%
THYSSENKRUPP 23,48 -2,44%
INFINEON 16,20 -1,12%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 170,60%
Crocodile Capital MF 121,61%
Stabilitas GOLD+RE AF 114,23%
Fidelity Funds Glo AF 100,02%
Morgan Stanley Inv AF 96,13%

mehr

Wirtschaft Rubriken
Rubriken Wirtschaft Göttingen und die Welt