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Cyber-Handschuhe und kinetische Speicher

Südniedersächsische Firmen auf der Cebit Cyber-Handschuhe und kinetische Speicher

Sie ist die weltgrößte Messe für Informationstechnik. Auf der Cebit in Hannover geht es vom 14. bis 18. März um die digitale Transformation der Wirtschaft. Firmen aus Südniedersachsen informieren unter anderem über Softwarelösungen, Datensicherung und die unterbrechungsfreie Stromversorgung.

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Quelle: Peter Steffen/dpa

Göttingen/Hannover. „Mit Warenwirtschaftssoftware lässt sich der gesamte Produktionsprozess von der Angebotserstellung über die Beschaffung des benötigten Materials bis zum Schreiben der Rechnung erfassen“, führt Farshid Noorani, Geschäftsführer der Göttinger Multimedia Internet Telematik GmbH, aus. In diesem Bereich ist auch die Northeimer Orgaplan Business Solutions GmbH tätig. Einer ihrer Schwerpunkte ist dabei die Arbeitszeiterfassung. „Sie ist bei Beschäftigten im Außendienst über das Smartphone möglich“, sagt Vertriebsleiter Nils Brandt.

Wie mit der betriebswirtschaftlichen Software SAP Mitarbeiter „punktgenau und bedarfsgerecht“ mit Informationen versorgt werden, zeigt die Göttinger Sycor-Gruppe. „Wir vernetzen Geschäftsprozesse in Echtzeit“, erklärt Vertriebsmitarbeiter Michael Zeiher. Eine Software, um die Nachfolgeregelung in Unternehmen zu unterstützen, haben die Wirtschaftsinformatiker der Universität Göttingen unter Professor Matthias Schumann entwickelt. Prototypen zeigen sie auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen. Dort gibt es auch die Nerven aus Glas zu sehen, die Forscher der Technischen Universität Clausthal um Professor Wolfgang Schade erfunden haben. Mit ihrer faseroptischen Sensorik in einem Cyber-Handschuh lassen sich zum Beispiel die komplexen Bewegungsabläufe einer Hand erfassen. Mit den Daten kann eine Maschine in Echtzeit gesteuert werden. Bei der Sicherung von Daten (Backup) hilft die Göttinger Goesys AG Mittelständlern. Goesys präsentiert sich auf dem Gemeinschaftsstand des Software-Anbieters Storage-Craft Technology. „Der Angriff eines Krypto-Trojaners, einer Schadenssoftware, die alle Daten im Netzwerk verschlüsselt, kann ein Unternehmen längere Zeit lahmlegen“, warnt Vorstand Peter Bruchmüller. Über ein Backup, das heute meist online bei einem Rechenzentrum erfolge, ließen sich die Daten jedoch rasch wieder bereitstellen. Sicherheit ist auch das Thema der Osteroder Piller Gruppe. „Wir stellen unser neues Konzept zur unterbrechungsfreien Stromversorgung von Rechenzentren vor“, sagt Marketingchef Gebhard Kaufmann.

Immer mehr solcher Zentren, die Unternehmen Rechenleistung zur Verfügung stellten, entständen. Sie hätten zum Teil den Stromverbrauch einer Kleinstadt. Komme es zu einer Unterbrechung der Stromversorgung, würden sämtliche Systeme abstürzen. Die Schäden bei Kunden durch Datenverluste seien immens.

Damit das nicht passiert, bietet Piller kinetische Energiespeicher an. Bei ihnen beginnen Schwungmassen im Moment des Stromausfalls zu rotieren. Sie liefern den nötigen Strom bis Notstromaggregate anspringen. „Unsere Anlagen benötigen 75 Prozent weniger Platz als Systeme auf Batteriebasis und sind zudem langlebiger“, nennt Kaufmann Vorteile.

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