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Tagung beim Göttinger Unternehmen Mahr

Verein Aukom Tagung beim Göttinger Unternehmen Mahr

Ohne Messtechnik lässt sich nicht fertigen, denn wenn Teile nicht zusammenpassen, gerät der ganze Produktionsprozess ins Stocken. Das nötige Anwendungswissen vermittelt der Verein Ausbildung Koordinatenmesstechnik (Aukom). Er traf sich bei der Göttinger Mahr GmbH zur Mitgliederversammlung.

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Werkstoffprüfung mit dem Formtester bei Mahr: Anwendungsingenieur Martin Jacobsen.

Quelle: Caspar

Göttingen. „Wenn Sie ein Haus bauen, müssen Sie die Fenster und Türen genau vermessen, sonst passen sie am Ende nicht in die vorgesehenen Öffnungen“, erklärt Aukom-Vorstand Helmut Ludt, der einst beim Sindelfinger Autohersteller Daimler arbeitete. Das gleiche gelte in der Industrie.

Teile passen besser zusammen

„Bis auf Mikrometer, Tausendstel Millimeter, genau müssen die Teile heute oft gefertigt sein“, ergänzt der Aukom-Vorsitzende Franz Wäldele, der früher Fachbereichsleiter bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig war. Weil die Werkstücke in Automotoren mittlerweile so gut zusammenpassten, seien Kolbenfresser selten geworden. Der Treibstoffverbrauch sinke.

„Die für das Qualitätsmanagement nötigen Geräte liefern wir Messtechniker“, sagt Rainer Bartelt, der bei Mahr das Service-Center leitet. Für die Anwendung sei über die Geräteeinweisungen der Hersteller hinaus ein Grundlagenwissen nötig. Es werde Facharbeitern und Ingenieuren während der Ausbildung allerdings nur zum Teil vermittelt.

„In Deutschland ist die Situation aufgrund des dualen Ausbildungssystems besser als in anderen Teilen Europas, in Asien oder Südamerika“, berichtet Wäldele. Dort aber säßen die Zulieferer der deutschen Industrie. Dort würden deutsche Firmen fertigen. „70 Prozent eines Autos kauft der Hersteller mittlerweile zu, einen Großteil davon aus dem Ausland“, weiß Ludt.

Zertifizierte Kurse

Und die Anforderungen an Messtechniker steigen. Die Geräte arbeiten immer genauer und schneller. Die Messtechnik wird zunehmend in den Produktionsprozess integriert. Dort ist es aber heißer und schmutziger als in einem Prüflabor.

Messtechikunternehmen, aber auch Firmen der Automobilindustrie, der Luftfahrt oder der Medizintechnik sowie Bildungseinrichtungen gründeten vor diesem Hintergrund 2001 Aukom. Der Verein bietet zertifizierte Kurse an. Dort geht es neben mathematischen und physikalischen Grundlagen auch um die Frage nach der Sauberkeit der zu vermessenden Werkstücke, nach den Auswirkungen der Temperatur auf Messergebnisse oder um das Lesen technischer Pläne.

2800 Teilnehmer absolvierten 2015 in 19 Ländern Aukom-Lehrgänge. In den vergangenen elf Jahren erwarben 16000 Personen Aukom-Abschlüsse. Der Verein wird von 28 Firmen und Bildungseinrichtungen getragen. Außerden sind 22 Privatpersonen Mitglied.

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