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Tarifeinigung für Göttinger Kreis-Mitarbeiter erzielt

Ergebnis mit Augenmaß Tarifeinigung für Göttinger Kreis-Mitarbeiter erzielt

Der Verhandlungsmarathon ist beendet. In den Tarifverhandlungen zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und dem Kommunalen Arbeitgeberverband Niedersachsen (KAV) ist eine Einigung für die Mitarbeiter der beiden Landkreisverwaltungen Göttingens und Osterodes erzielt worden.

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Quelle: pto

Göttingen/Osterode. Aufgrund der Komplexität der Fusion haben sich die Verhandlungen über etwa ein Jahr hingezogen. Wichtige Punkte der Vereinbarung sind:

  • Arbeitsplatzsicherheit für die Beschäftigten, da bis zum 31. Dezember 2021 betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen wurden.
  • Mitarbeiter gehen mit allen im bisherigen Arbeitsverhältnis erworbenen Besitzständen in den neuen Landkreis über – wer durch Umpositionierung „herabgestuft“ wird, behält dennoch sein altes Gehalt.
  • Den Beschäftigten, die aufgrund der Fusion ihren Dienstort wechseln, werden die zusätzlich anfallenden Fahrtkosten in den ersten beiden Jahren nach der Fusion voll und im dritten Jahr zur Hälfte erstattet.
  • Außerdem übernimmt der neue Landkreis für diese Beschäftigten vier Jahre lang die Kosten für bis zu zwei Gesundheitskurse jährlich in Höhe von jeweils150 Euro.

„Der Gesundheitsschutz durch die Kostenübernahme der Gesundheitskurse ist ein wichtiges Signal für die Beschäftigten, die bei einem Dienstortwechsel zusätzliche Belastungen durch Fahrtzeiten haben“, sagt Friederike Güler, Gewerkschaftssekretärin von Verdi in Göttingen.

Ziel Verdis war es, soziale Härten aufzufangen. „Mit einem Fusionsprozess will man Synergieeffekte erzielen, also auch Personaleinsparungen“, sagt Katja Wingelewski, die ebenfalls für Verdi am Verhandlungstisch gesessen hat. „Daher war uns wichtig, dass der massive Umstrukturierungsprozess nicht auf Kosten der Beschäftigten und der öffentlichen Dienstleistung geht. Aber das war auch den Arbeitgebern wichtig.“ Eine paritätische Kommission wird zukünftig in strittigen Fragen sowohl für Beschäftigte als auch Arbeitgeber Ansprechpartner sein.

„Ich sehe die erreichte Einigung sehr positiv“, machte Osterodes Erster Kreisrat Gero Geisslreiter deutlich. „Die Gewerkschaften haben Augenmaß bewiesen und sich ganz auf die von der Fusion berührten Interessen der Beschäftigten konzentriert.“ Herausgekommen sei eine ausgewogene und lang erwartete Regelung.

So sieht es auch Göttingens Landrat Bernhard Reuter. Mit der Einigung sei für die Mitarbeiter jetzt die Sicherheit da, wie es nach der Fusion 2016 weitergehen werde. Gleichzeitig sei die Akzeptanz der Vereinbarung sowie des Fusionsprozesses hoch. „Der gesamte Fusionsprozess läuft ziemlich rund“, so Reuter. „Was daran liegt, dass wir ihn sehr reflektiert und mit externer Beratung entwickelt haben.“

Für die wichtigste Regelung hält Reuter den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. Im Zuge der Fusion sollen zwar 53 Stellen eingespart werden, doch „das geschieht durch natürliche Fluktuation und neue Aufgaben mit zusätzlichen Stellen, die nichts mit der Fusion zu tun haben, wie etwa die Flüchtlingsarbeit“.

Mit den nun erzielten Regelungen kommen auf den neuen Großkreis zusätzliche Kosten zu. Aktuell gehe man davon aus, dass die maximalen Kosten ganz grob bei etwa 400000 Euro für die ersten drei Jahre liegen, so Reuter. Genau wisse man das allerdings erst im April 2016, wenn klar ist, welcher Mitarbeiter zukünftig wo arbeiten wird.

Von Sven Grünewald

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