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Taxifahrer über Arbeitsbedingungen in der Göttinger Branche

Was der Mindestlohn bringt Taxifahrer über Arbeitsbedingungen in der Göttinger Branche

Über die Arbeitsbedingungen  als Taxifahrer hat Matthias Sancken beim Verdi-Stammtisch im Café Kabale berichtet. Sein Fazit: Er werde fair behandelt und verdiene seit Einführung des Mindestlohns deutlich mehr. Auch Gewerkschaftssekretär Rolf-Dieter Hoffmann zeichnet ein positives Bild.

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Änderungen durch den Mindestlohn: Taxifahrer in Göttingen.

Quelle: Heller

Göttingen. Früher habe er 40 Prozent des Umsatzes für sich behalten dürfen, so Sancken, der seit knapp acht Jahren für „Night & Day Taxi“ fährt.

Dies habe einem Stundenlohn von 6,50 Euro (wozu noch das Trinkgeld kam) entsprochen. Die Einführung des Mindestlohns von 8,50 Euro (plus Trinkgeld) habe sich also positiv für ihn ausgewirkt – ein Plus von etwa 30 Prozent. Der Lohn werde auch korrekt ausgezahlt, es gebe seitens seines Arbeitgebers keine Versuche, ihn zu umgehen. Das gleiche gelte für Urlaubsgeld und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – auch da laufe alles korrekt ab.

Rolf-Dieter Hoffmann von Verdi kann die Aussagen von Sancken im Großen und Ganzen bestätigen. Es gebe ein paar Beschwerden von Fahrern, die von Versuchen der Arbeitgeber berichteten, Weihnachts- und Urlaubsgeld zu kürzen. Darüber hinaus bearbeite er derzeit zwei Fälle, in denen Fahrer nicht gezahlte Zuschläge monierten. Insgesamt sei die Situation in Göttingen jedoch befriedigend, in größeren Städten herrschten viel schlimmere Zustände.

Hoffmann schränkte allerdings ein, dass er ausschließlich die Situation der gewerkschaftlich organisierten Fahrer kenne: „Wie es bei den anderen aussieht, weiß ich nicht.“ Und er betonte, dass er sich zwar über die korrekte Zahlung des Mindestlohns freue, dieser jedoch nach wie vor zu gering sei.

Ein Fahrer, der anonym bleiben wollte, sagte, es gebe Firmen, die vor allem bei Teilzeitkräften den Mindestlohn unterliefen und keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall leisteten. Der Grund, warum die Fahrer sich nicht wehrten: „Angst um ihren Arbeitsplatz.“

Sancken sagte weiter, dass die Zahl der Fahrer, die als Aufstocker Hartz IV bezögen, durch den Mindestlohn zurückgegangen sei. Göttingen und die Region betrachtet der 36-Jährige als „für Taxifahrer angenehm“. Das Verhältnis zwischen den Fahrern der insgesamt 101 Taxen sei recht kollegial, die Zahlungsmoral der Passagiere hoch.

Der seit knapp eineinhalb Jahren in Deutschland vertretene Online-Dienst „Uber“, der Fahrgäste an private Fahrer vermittelt, spiele in Göttingen keine Rolle, und auch einen etwaigen Rückgang der Fahrgastzahlen durch das Angebot von Car-Sharing-Firmen könne er nicht feststellen.

Von Hauke Rudolph

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