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Textildesignerin Nele Knierim aus Besenhausen entwickelt Akustikstoff

Handweberei Rosenwinkel übernimmt die Produktion Textildesignerin Nele Knierim aus Besenhausen entwickelt Akustikstoff

Die Textildesignerin Nele Knierim (33) hat einen sogenannten Akustikstoff entwickelt, der schalldämpfende Eigenschaften hat. Die Mitarbeiterin der Handweberei Rosenwinkel stattete bisher vor allem Privatwohnungen, Arzt- und Physiotherapiepraxen mit ihren schallschluckenden Vorhängen und Wandpaneelen aus.

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Textildesignerin Nele Knierim aus Besenhausen.

Quelle: Hinzmann

Besenhausen. „Das sieht ja aus wie eine Eierpappe“, amüsierte sich Knierim, als sie den handgewebten Stoff 2007 erstmals aus der Waschmaschine zog. Damals experimentierte sie an der Westsächsischen Hochschule in Zwickau mit Textilien. Sie erstellte Gewebe, bei denen sich verfilzte und nichtverfilzte Abschnitte abwechseln – ein bei Webern beliebtes Dekoelement.

Aber Stoffe mit Eierpappen-Struktur werden auch in Tonstudios zum Dämpfen des Schalls eingesetzt, wusste Knierim. „Vielleicht lässt sich mein dreidimensionaler Stoff auch so verwenden“, ließ sie ihm Gespräch mit ihrer Professorin, Gisela Polster (63), fallen, als es um die Themenfindung der Diplomarbeit ging. „Gehen Sie dem doch mal nach“, ermunterte die Wissenschaftlerin ihre Studentin.

Knierim nahm daher Kontakt mit dem Akustic Bureau Dresden auf. „Das Büro half mir, schallschluckende Wandpaneele zu gestalten“, berichtet die Textlidesignerin. Tests des Bureaus und des Instituts für Strömungsmechanik und Technische Akustik der TU Berlin bestätigten die hohe Schallabsorptionsleistung.

Nach dem Examen arbeitete sie zunächst zwei Jahre lang für eine Modefirma. „Das ist nichts für mich“, stand am Ende für sie fest. 2009 kehrte die gebürtige Göttingerin dann zur Handweberei Rosenwinkel zurück, wo sie nach dem Fachabitur ihre Lehre als Weberin absolviert hatte. Auf dem Gelände des Ritterguts Besenhausen, wo sich der soziale Betrieb befindet, verfolgte die Textildesignerin ihre Idee mit dem schallschluckenden Stoff seitdem nebenher weiter. Die studentische Unternehmensberatung Consulting Team unterstützte sie bei der Prüfung der Marktchancen.

2013 erhielt Knierim den Niedersächsischen Förderpreis für das gestaltende Handwerk. Seither hat sie immer wieder kleinere Aufträge für die Handweberei an Land gezogen. „Da wir handwerklich arbeiten und zudem über eine eigene Färbeküche verfügen, können wir genau nach Kundenwunsch produzieren“, sagt die Textildesignerin. Einer Physiotherapiepraxis, die an einer stark befahrenen Straße liege, habe sie mit ihren Vorhängen gegen den Verkehrslärm helfen können. Knierim hofft, mit ihrem Schallschlucker zukünftig auch das Interesse von Raumausstattern und Innenarchitekten zu wecken.

Von Michael Caspar

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