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Thimm Gruppe plant Standort in Übersee

Niederlassung in Mexiko soll in diesem Jahr eröffnet werden Thimm Gruppe plant Standort in Übersee

Die Northeimer Thimm Gruppe will in diesem Jahr ihr erstes Werk in Übersee eröffnen. Mit dem Geschäftsbereich Packaging Systems, bisher bekannt unter Verpackungssysteme, ist mit Schwerpunkt auf Aufträge aus der Automobilindustrie ein Standort in Mexiko geplant. Das berichtet Geschäftsführer Jens Fokuhl. 2014 sieht er als gutes Jahr: „Wir haben uns erneut deutlich besser als der Markt entwickelt.“

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Thimm-Geschäftsführer Jens Fokuhl.

Quelle: EF

Northeim. So baute das Unternehmen laut Fokuhl seinen Umsatz 2014 von 456 auf 533 Mio. Euro aus – ein Wachstum von 16,9 Prozent. Das operative Ergebnis sei 2014 um rund 35 Prozent auf 56 Mio. Euro (2013: 41,5 Mio. Euro) gestiegen.

Mit 24,4 Mio. Euro habe das Unternehmen das fünfte Jahr in Folge kräftig investiert. In Germersheim wurde Ende April ein neuer Produktionsstandort in Betrieb genommen. Die Eigenkapitalquote in dem Familienunternehmen bewege sich mit 44,7 Prozent trotz hoher Investitionen auf dem Niveau des Vorjahrs (46,3 Prozent). Ende 2014 beschäftigte das Unternehmen 2827 Mitarbeiter an 17 Standorten – 361 mehr als 2013.

Der Geschäftsbereich Thimm Verpackung legte laut Geschäftsbericht 8,1 Prozent im Umsatz zu. Insbesondere die Wellpappewerke in Zentral- und Osteuropa hätten sich sehr gut entwickelt. In Unterschleißheim konnte das Unternehmen eine Wellpappefabrik übernehmen.

Weil die Fabrik dort räumlich nicht wachsen kann, ist in der Nähe ein Neubau geplant. Anfang 2017 sollen dadurch insbesondere der süddeutsche Raum und angrenzende Exportmärkte effektiver beliefert werden.

Den stärksten Wachstumsschub mit einem Plus von 28 Prozent verzeichnete das Unternehmen in dem Geschäftsbereich Packaging Systems. Hier konnten die zwei neuen Standorte in Bremen und Duisburg schneller als erwartet ausgelastet werden. In Nordhausen wurde ein Labor- und Entwicklungscenter eingerichtet.

Auch Thimm Display erzielte mit 24,5 Prozent ein überdurchschnittliches Umsatzwachstum. In diesem Geschäftsfeld ist geplant, das Werk in Wörrstadt weiter auszubauen.

„Als Massenprodukt mit ganz vielen Nischen“, beschreibt Fokuhl das Produkt Verpackung.

Eine mehr als 3000 Quadratmeter umfassende Lagerhalle für Rohpapier wurde im November in Betrieb genommen, drei Millionen Euro kostet der Neubau. Die Halle sei Teil der modernisierten Transport- und Logistikinfrastruktur am Standort Northeim und trage dazu bei, den Schwerverkehr für das Unternehmen aus der Stadt herauszuhalten.

Perspektivisch sei ein weiterer Ausbau der Lagerkapazitäten wünschenswert, denkt Fokuhl in die fernere Zukunft. Die dann frei werdenden Lagerkapazitäten in den bereits vorhandenen Gebäuden böten Raum für neue Entwicklungen.

Von Ute Lawrenz

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