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Tischlermeister entwickelt Seniorenfenster

Innovationspreis Tischlermeister entwickelt Seniorenfenster

101 frische Ideen bewarben sich um den Innovationspreis 2015 des Landkreises Göttingen beworben. Wir stellen die Teilnehmer und ihre Beiträge vor. Heute: „Seniorenfenster“.

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Schedener Tischlermeister entwickelt Seniorenfenster: Inhaber Thomas Kienast mit Tischler-Meister Otto-Eric Stapelberg (v. l.)

Quelle: Wenzel

Scheden. „Sie machen es Einbrechern leicht, wenn Sie beim Schließen der Fenster den Griff nicht bis ganz nach unten drücken“, warnt der Schedener Tischlermeister Thomas Kienast (59) Kunden. „Aber der Griff geht so schwer“, hört er dann von älteren Menschen. Für sie hat er nun leichtgängige 60plus-Fenster entwickelt.

Kienast verwendet für das neue Produkt besondere Beschläge und weichere Dichtungen. Die Griffe sind länger, um eine größere Hebelwirkung zu erzielen. Außerdem hat er sie ein Stück nach unten versetzt, damit Senioren sie besser erreichen können. Das Institut für Fenstertechnik in Rosenheim hat die Wind- und Regen-Dichtigkeit überprüft. „Die Nachfrage nach dem neuen, etwas teureren Fenster ist groß“, berichtet der Handwerker. Er hat sich mit seiner Erfindung um den Innovationspreis beworben.

Das Thema Sicherheit wird wichtiger. „Im vergangenen Jahr haben meiner Beobachtung nach Einbrüche in Südniedersachsen stark zugenommen“, sagt Kienast. Eine Schwachstelle seien gekippte Fenster und Balkontüren. „Das öffnet ein geübter Einbrecher innerhalb von 30 Sekunden“, weiß der Handwerker. Wer aber die Fenster geschlossen halte, bekomme oft Probleme mit Feuchtigkeit in der Wohnung.

Der Schedener hat daher mit der Firma Winkhaus Beschlagsysteme ein Fenster entwickelt, das sich einen Zentimeter zurückfahren lässt. „So sitzt es fest in den Beschlägen und kann selbst mit einer Brechstange kaum aufgebrochen werden“, führt er aus. Es erfüllt in diesem Öffnungszustand die Vorgaben der sogenannten Widerstandsklasse RC2. Obwohl der Handwerksmeister das Produkt noch gar nicht beworben hat, verkaufte er bereits die ersten 17 Stück. Ein Vorteil für Kunden: „Der Staat fördert seit Dezember bauliche Maßnahmen gegen Einbrüche zu zehn Prozent“, sagt Kienast.

Weitergekommen ist der Unternehmer bei der Suche nach einem Nachfolger. Fünfeinhalb Jahre recherchierte er in Zeitungen und auf Internetplattformen. Vertreter halfen bei der Suche. Am Ende fand Kienast mit Unterstützung von Wolfgang Miethke von der Handwerkskammer Hildesheim einen geeigneten Kandidaten über das Schwarze Brett in einer Fachschule. Nach einem Jahr des Kennenlernens, bei dem der Göttinger Steuerberater Thomas Hübner von der Steuerberatungsgesellschaft HSBM Göttingen moderierte, ist nun Tischlermeister Otto-Eric Stapelberg (23) aus Einbeck ins Unternehmen eingestiegen. Er soll in einigen Jahren das 1964 gegründete Unternehmen übernehmen.

„Mir ist es wichtig, dass es weitergeht“, meint Kienast. Seine Kundenkartei zu verkaufen und den Betrieb zu schließen, sei für ihn indiskutabel. Er ist stolz auf das Unternehmen mit seinen 13 Mitarbeitern. „Ich habe laufend investiert und auf Arbeitssicherheit und Umweltschutz geachtet“, betont der Handwerker. Das Unternehmen sei zertifiziert, der Maschinenpark modern und die Immobilie energetisch in Ordnung.

Von Michael Caspar

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