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75 Prozent Vermittlungsquote

Insolvente Mündener Kliniken 75 Prozent Vermittlungsquote

Hohe Erfolgsquote: Nach sechs Monaten Laufzeit der Auffanggesellschaft haben die meisten entlassenen Mitarbeiter der insolventen Mündener Kliniken eine neue Beschäftigung gefunden. 78 Mitarbeiter der Kliniken waren nach deren Übernahme durch eine Investorengruppe in die Gesellschaft gewechselt.

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Das Klinikum Hann. Münden: Rohbau der Erweiterung ist fertig.

Quelle: Peter Heller

Hann. Münden. Von ihnen haben 58 Mitarbeiter eine neue Stelle gefunden, zwei sind langfristig krankgeschrieben, 18 sind mit Auslaufen der Transfergesellschaft zum 31. Juli aktuell arbeitslos - diese Bilanz zog Claudia Bähr, Geschäftsführerin der Futura Personalgesellschaft, welche die Transfergesellschaft betreut hat. Allerdings seien die Zahlen zur Arbeitslosigkeit zu relativieren, da elf Mitarbeiter bereits kurz vor der Rente stünden, andere wiederum in den sechs Monaten „gut vorgearbeitet“ und jetzt entsprechend gute Voraussetzungen für eine baldige Arbeitsaufnahme hätten.

Elke Englisch, heute 64, gehörte zu diesen rentennahen Mitarbeitern. 35 Jahre habe sie hauptsächlich auf der Dialysestation des Nephrologischen Zentrums Niedersachsen (NZN), für sie geht es heute darum, die Zeit bis zur Rente zu überbrücken. In der Transfergesellschaft habe sie sich gut fachlich betreut gefühlt und dort einen EDV-Kurs mitgemacht - „für mich zur privaten Nutzung“.

Auch Gabi Gundlach, 39 Jahre am NZN tätig, findet nur lobende Worte für die Unterstützung durch die Transfergesellschaft. Dort habe man den Entlassenen zunächst sehr bei der Bewältigung der Entlassungssituation geholfen. Über eine Weiterqualifizierung habe sie eine neue Stelle in Kassel finden können. Es sei insgesamt für fast alle Mitarbeiter in der Transfergesellschaft gelungen, in Pendeldistanz zum Wohnort eine Beschäftigung zu finden, so Bähr. Zwei der Mitarbeiter wurden nach Sondergenehmigung der Arbeitsagentur auch direkt wieder im Klinikum Hann. Münden eingestellt.

Rechtsanwalt Jan-Philipp Koslowski, der das Insolvenzverfahren mit begleitet hat, hob auch die wichtige Rolle von Landkreis Göttingen und Sozialministerium für den Erfolg der Transfergesellschaft hervor, die sich mit insgesamt 600 000 Euro finanziell in die Ausstattung der Transfergesellschaft eingebracht hatten. Damit wurde ein stärkerer Anreiz für einen Wechsel der Entlassenen in die Transfergesellschaft gesetzt, so dass eine von den Investoren für die Übernahme der Kliniken verlangte Wechselquote erreicht wurde.

Es kam allerdings auch Entlassungsklagen vor dem Arbeitsgericht. Diese Verfahren seien inzwischen alle einvernehmlich beendet worden, so Frank Dalljo aus der Kanzlei des Eigenverwalters der insolventen Kliniken, Rainer Eckert.

Insolvenz und Übernahme

Im April 2015 meldetet die Arbeiterwohlfahrt Gesundheitsdienste (AWO GSD) Insolvenz an, betroffen waren davon auch die beiden Hann. Mündener Kliniken KHM und NZN, die sich zu der Zeit in einem Zusammenführungsprozess am Standort des NZN befanden. Eine private Investorengruppe um Dr. Reinhard Wichels hat schließlich zum April 2016 die Kliniken übernommen. Das NZN (Nephrologisches Zentrum Niedersachsen) wurde in Klinikum Hann. Münden umbenannt. Im Zuge der Übernahme sollen rund 100 Mitarbeiter von Entlassungen betroffen gewesen sein.

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