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Transportunternehmer Frank Apel eröffnet neuen Bäcker in Niedernjesa

Den Bäcker zurückholen Transportunternehmer Frank Apel eröffnet neuen Bäcker in Niedernjesa

Mitte 2015 hat sich die Bäckerei Thiele aus dem Dorf Niedernjesa zurückgezogen. Frank Apel, Inhaber eines Transportunternehmens im Ort, hat den „Dorfbäcker“ im Oktober wiedereröffnet. Die Resonanz ist bislang groß. Ein Modell auch für andere Orte?

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Das Team vom „Dorfbäcker“ in Niedernjesa (v.l.): Monika Wiegandt, Roswitha Aschmann, Inhaber Frank Apel und Sascha Demmel.

Quelle: Wenzel

Niedernjesa. „Der Umsatz war für eine Bewirtschaftung durch uns zu niedrig“, sagt Katja Thiele-Hann zu den Gründen der Schließung. Im Dorf selbst hat man das Verschwinden sehr bedauert.

Die Idee für die Wiedernutzung der Räume kam laut Apel von Ortsbürgermeister Jürgen Rozeck. Die nächsten Einkaufsmöglichkeiten gab es in Göttingen oder Groß Schneen. Apel mietete die Geschäftsräume von der Volksbank Mitte an, übernahm das Thiele-Mobiliar, stellte zwei der ehemaligen Bäckerei-Mitarbeiter sowie eine dritte Kraft ein – und verhandelte mit der Göttinger Großbäckerei über die tägliche Abnahme von Brot, Brötchen und Kuchen.

Morgens um fünf Uhr wird die erste Ladung am Thiele-Hauptsitz abgeholt, am späten Vormittag erfolgt der zweite Transport je nach Bedarf. Geöffnet ist „Der Dorfbäcker“ täglich, sieben Tage die Woche: Montags bis donnerstags ist von sechs bis zwölf Uhr und 14 bis 17 Uhr, an Freitagen durchgehend geöffnet. An Sonnabenden und Sonntagen jeweils vormittags.

„Im nächsten Jahr möchte ich durchgehende Öffnungszeiten anbieten“, erklärt Apel. Dadurch will er dann auch das Mittagsgeschäft, etwa von zurückkehrenden Schulkindern, mitnehmen. Auch am Sortiment könnte sich dann einiges ändern. „Wir reagieren jetzt schon auf Kundenwünsche und verkaufen beispielsweise auch Tageszeitungen, Eier und Marmelade.“

Im Oktober 2016 plant die Volksbank, ihre Filiale in Niedernjesa aufzugeben. Was dann passiert, sei noch nicht absehbar, so Apel. Doch könne er sich durchaus vorstellen, die Ladenfläche zu erweitern – beispielsweise um einen Kiosk.
Zwar sind erst zwei Monate seit der Wiedereröffnung vergangen, doch die erste Bilanz ist positiv. Zwar stünden auf der einen Seite die Anfangsinvestitionen und die verstärkte Werbung, auf der anderen Seite werde der Bäcker im Dorf jedoch ausgesprochen gut angenommen und unterstützt, so Apel. Die Kundenzahl sei ähnlich wie bei Thiele mit leicht steigender Tendenz, der Kindergarten und Vereine beziehen ihre Backwaren bereits vom Dorfbäcker.

Ein Modell auch für andere Dörfer, in denen die Infrastruktur schwindet? „Grundsätzlich würde ich sagen, dass die Idee kopierbar ist. Ohne die Erfahrungswerte von Thiele weiß ich allerdings nicht, ob ich mich darauf eingelassen hätte“, sagt Apel. Die ungefähre Nachfrage sei bekannt gewesen und der Bäcker musste sich nicht erst neu etablieren. Doch als den größten Erfolgsfaktor sieht Apel letztlich den Rückhalt im Dorf an, indem die Menschen bewusst bei ihm einkauften.

Von Katharina Klocke und Sven Grünewald

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