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Bekommen Göttingens Taxifirmen bald starke Konkurrenz?

Kein fairer Wettbewerb mehr Bekommen Göttingens Taxifirmen bald starke Konkurrenz?

Bekommen Göttingens Taxifirmen bald starke Konkurrenz? Der Online-Vermittlungsdienst „Uber“ hat sich das anspruchsvolle Ziel gesetzt, die Fahrgastbeförderung im Straßenverkehr von Grund auf zu revolutionieren, wobei das Konzept des 2009 in San Francisco gegründeten Unternehmens eigentlich ganz simpel ist: Private Autobesitzer und Fahrgäste finden auf der „Uber“-Smartphone-App oder der „Uber“-Webseite zueinander.

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Der Online-Vermittlungsdienst „Uber“ hat sich das anspruchsvolle Ziel gesetzt, die Fahrgastbeförderung im Straßenverkehr von Grund auf zu revolutionieren.

Quelle: Büttner/dpa

Göttingen. Ein gutes Geschäft für alle Beteiligten: die Firma bekommt eine Vermittlungsgebühr, die Fahrer verdienen sich nebenbei etwas dazu, und die Fahrgäste zahlen weniger als den regulären Taxitarif. Die Investoren jedenfalls finden die Idee äußerst vielversprechend, haben „Uber“ bereits mehrere Milliarden Dollar Risikokapital zur Verfügung gestellt. Gründer Travis Kalanick hat erklärt, dass jede deutsche Stadt mit mehr als 100 000 Einwohnern für sein Unternehmen interessant sei. Also auch Göttingen.

Ob und welche Gefahr von „Uber“ ausgeht, ist innerhalb der Göttinger Taxibranche allerdings umstritten. So bezeichnet „Alpha-Taxi“-Inhaber Cyrus Massoumi die potentielle Konkurrenz als „existenzbedrohend“, während Fahrer Berthold Boll glaubt, dass die Leinestadt mit ihrer Einwohnerzahl von nur knapp über 100 000 Einwohnern im Endeffekt für „Uber“ doch zu klein ist.

„Sie verstoßen gegen das Personenbeförderungsgesetz“

Einig sind sich alle Befragten allerdings, dass die unterschiedlichen Bedingungen für „Uber“-Fahrer und Taxiunternehmen  einen fairen Wettbewerb nicht zulassen. So müssten Taxen über einen –  in der Anschaffung teuren – geeichten Taxameter verfügen, kosteten rund dreimal so viel an Versicherung wie ein Privatauto und müssten jedes Jahr zum TÜV.

Zudem müssten Privatfahrer nur den Führerschein erwerben, Taxifahrer dagegen den Personenbeförderungsschein, wofür sie die Ortskenntnisprüfung bestehen sowie Gesundheitszeugnis und polizeiliches Führungszeugnis vorlegen müssen. Für ihn seien die Praktiken von „Uber“ illegal, sagt „Taxi Blitz“-Inhaber Kambiz Shadid: „Sie verstoßen gegen das Personenbeförderungsgesetz“.

Inwiefern das neue Beförderungs-Modell deutschem Recht entspricht, ist noch nicht endgültig geklärt. So erließ das Landgericht Frankfurt im August vergangenen Jahres eine Verfügung gegen „Uber“ – um sie im September gleich wieder aufzuheben. Jörg Kirchner, Inhaber des gleichnamigen Göttinger Taxiunternehmens, glaubt jedoch nicht, dass „Uber“ sich durchsetzen wird: „Wir Unternehmer werden zusammen mit den Behörden sowie dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen mit allen Mitteln dagegen kämpfen.“

Von Hauke Rudolph

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