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Über den eigenen Horizont schauen

Klimaschutz am Bau Über den eigenen Horizont schauen

Die Arbeit am Bau wird immer komplexer - nicht zuletzt durch steigende energetische Auflagen. Doch an der Abstimmung der verschiedenen Gewerke untereinander mangelt es. Hier will die Energieagentur ansetzen: Eine Seminarreihe soll für gewerkeübergreifendes Verständnis sorgen.

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Die Abstimmung verschiedener Gewerke am Bau wird zunehmend wichtiger. Die Energieagentur will dazu eine ausbildungsbegleitende Seminarreihe starten.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Mit dem zusätzlichen Lehrangebot „Handwerksausbildung für Klimaschutz (HAKS)“ richtet sich die Energieagentur an Auszubildende im zweiten oder dritten Lehrjahr, aber auch an Ausbilder in Betrieben und Berufsschulen der verschiedenen Gewerke am Bau: Maler, Maurer, Dachdecker, Elektriker, Zimmerer, Tischler, Anlagenmechaniker Sanitär Heizung Klima. Der kostenlose und freiwillige Kurs soll zwölf Monate dauern, jeden Monat gibt es einen Workshop von drei Stunden Dauer.

Ab August 2016 soll es losgehen, der Kurs findet begleitend zur normalen Ausbildung statt. Wichtig, so Aaron Fraeter von der Energieagentur, ist der hohe Praxisbezug, also dass einzelne Seminare etwa auch auf einer Baustelle stattfinden. Entsprechend großen Gestaltungseinfluss haben die Teilnehmer auf den Workshop - soll ein bestimmtes Thema behandelt werden, bemüht sich die Energieagentur, dazu passende Referenten zu finden.

Der Ansatz, die einzelnen am Bau beteiligten Gewerke über den eigenen Tellerrand schauen zu lassen, findet Thilo Diedrich, Obermeister der Zimmerer-Innung der Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen, genau richtig. „Dass Bau nur Stein, Dach, Dämmung ist, ist Geschichte. Gerade die Ausbaugewerke, etwa Elektriker, Zimmermann und Installateur, haben viel Abstimmungsbedarf. Daher ist es zwingend notwendig und eine gute Sache, den Handwerkern beizubringen, miteinander zu sprechen.“

Information beim Frühstück

Am Dienstag, 14. Juni, von 9 bis 10.30 Uhr lädt die Energieagentur Region Göttingen zu einem Handwerker-Frühstück in den VGH-Seminarraum, Berliner Straße 2 in Göttingen, ein. Dort wird das Projekt „Handwerksausbildung für Klimaschutz“ von der Energieagentur und der Handwerkskammer vorgestellt.

Gleichzeitig sollen aber auch Anregungen und Bedarfe der Betriebe abgefragt werden, um das Seminarangebot individuell auszugestalten.

Anmeldung bei Aaron Fraeter unter fraeter@energieagentur-goettingen.de oder 05 51 / 37 07 49 80.

Eine fehlende Abstimmung der verschiedenen Gewerke bei nacheinander folgenden Aufgaben könne sich als Schadensursache erweisen. Umso besser sei es, wenn das gegenseitige Verständnis schon während der Ausbildung entstehe. Aufgrund dieser zunehmenden Komplexität am Bau gebe es inzwischen auch vermehrt gemeinsame Baubesprechungen aller Gewerke mit dem Architekten, bei denen „gleich offen über schwierige Punkte gesprochen wird, jeder sagt, wie er es umsetzen möchte und dann eine Entscheidung getroffen wird“, so Diedrich. Daher wäre ihm auch daran gelegen, dass sich der Workshop auch an Architekten richtet - bislang ist das aber nicht vorgesehen.

Kreishandwerkerschaft und Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen sind ebenfalls mit im Boot. „Es gibt eine erkennbare Entwicklung, dass die Schnittstellen zwischen einzelnen Gewerken stärker in den Blick geraten“, sagt Anne Schütte, Beauftragte für Innovation und Technologie der Handwerkskammer. „Das wird sich auch verstärkt in den Ausbildungscurricula auswirken.“

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