Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Unternehmer klagen über zu viel Bürokratie für Gründer und Familienbetriebe

Angst vor Papierkrieg Unternehmer klagen über zu viel Bürokratie für Gründer und Familienbetriebe

Viele Unternehmer in Deutschland empfinden das Maß an Bürokratie bei der Gründung und Führung eines Unternehmens als zu hoch. Zu diesem Ergebnis kommt eine Gründer-Umfrage des Wirtschaftsverbandes Die Jungen Unternehmer (BJU) unter ihren Mitgliedern.

Voriger Artikel
GdA-Wohnstift lässt Bewohner über Betreuungsintensität entscheiden
Nächster Artikel
Cebit-Preis für Nachwuchsforschung geht an Uslarer App-Entwickler

Viele Gründer scheitern in der Region an den für die Umsetzung ihrer Geschäftsidee benötigten Aktenbergen.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Auch in der Region ist die Bürokratielast ein Thema – sowohl bei jungen Gründern als auch bei Familienunternehmen in der Gastronomie. Beide Gruppen fordern politische Maßnahmen, um nötige Formalien zu verringern.

67 Prozent aller Befragten der BJU beschäftigen sich pro Woche mindestens fünf bis 15 Stunden mit bürokratischen Pflichtaufgaben. Bei elf Prozent sind es sogar mehr als 15 Wochenstunden. Als besonders belastend werden das Steuer- und Arbeitsrecht, die Buchführung und Bilanzierung sowie die Sozialversicherung und Umsatzsteuervoranmeldung empfunden. Zudem kritisieren die Verbandsmitglieder die seit Januar geltende Dokumentationspflicht des Mindestlohnes.

Stephan Sander ist Regionalvorsitzender des BJU in Südniedersachsen. Er ist Geschäftsführer der Göttinger Fassisi GmbH, einem Hersteller für veterinärdiagnostische Schnelltestsysteme. „Bei der Gründung waren die größten Hürden die Vielzahl von unterschiedlichen Stellen, die man anlaufen musste“, sagt Sander. Gewerbeanmeldung, Steuer-ID, Eintragung ins Handelsregister, Anmeldung beim Finanzamt – das alles hat den Unternehmer in der Gründungsphase eine Menge Zeit gekostet.

Insbesondere die Befreiung von der Sozialversicherungspflicht sei nur unter großer Mühe zu erreichen gewesen. Gleichzeitig schränkt Sander , der die Einschätzung seines Verbandes teilt, ein: „Bürokratie ist immer auch Teil des unternehmerischen Alltags. So ehrlich muss man sein.“ Der unternehmerische Alltag könne aber insbesondere in der Gründungszeit erleichtert werden, wenn die zuständigen Stellen ihre Zusammenarbeit verbessern würden, meint Sander. Zudem würde er es begrüßen, wenn es staatliche Anlaufstellen geben würde, die Gründer intensiv und mit Wissen aus erster Hand begleiten. „Ich sehe Leute in meinem Umfeld, die gründen möchten, aber überfordert sind“, kritisiert der Unternehmer.

Ähnliches kommt dem Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler (CDU), der zum selben Thema mit dem Vorstand des Kreisverbandes Hann. Münden des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) unterhalten hat, immer wieder zu Ohren. „Manche Kinder haben Angst, den Betrieb der Eltern zu übernehmen.“ Als Grund nennt Güntzler beispielsweise die Dokumentation der verschiedenen Hygieneauflagen, die Arbeitszeitverordnung oder die Nachweispflicht des Mindestlohns. Den würden er und die Dehoga zwar begrüßen, die zeitliche Mehrbelastung seiner lückenlosen Dokumentation sei aber gerade für kleinere Betriebe nicht tragbar.

Von Jonas Rohde

Voriger Artikel
Nächster Artikel
DAX
Chart
DAX 10.529,50 +0,15%
TecDAX 1.687,00 +0,03%
EUR/USD 1,0673 ±0,00%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. TELEKOM 14,69 +0,71%
BAYER 87,21 +0,71%
HEID. CEMENT 83,50 +0,67%
DT. BANK 14,73 -1,98%
VOLKSWAGEN VZ 118,37 -0,71%
LUFTHANSA 12,14 -0,50%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 166,72%
Structured Solutio AF 154,79%
Stabilitas PACIFIC AF 142,96%
AXA IM Fixed Incom RF 141,93%
Crocodile Capital MF 122,39%

mehr

Wirtschaft Rubriken
Rubriken Wirtschaft Göttingen und die Welt