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Die VGH kann sich behaupten

Versicherungen Die VGH kann sich behaupten

Die VGH-Göttingen konnte im vergangenen Jahr die Beitragseinnahmen um 1,7 Prozent auf gut 127 Millionen Euro ausbauen. Besonders dynamisch legten dabei die Privatkundensparten Gebäude und Hausrat, Haftpflicht, Rechtsschutz und Unfall zu mit einem Plus von 2,8 Prozent.

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Der Direktor der VGH Regionaldirektion Göttingen, Ulf Hasse, (rechts) und Christian Worms Sprecher der VGH Versicherungen, Hannover.

Quelle: Marks

Göttingen. Die VGH Versicherungen können ihr Geschäft im Gebiet der Regionaldirektion Göttingen weiter ausbauen, das teilte der Göttinger Regionaldirektor Ulf Hasse am Montag mit. Ein Erfolg für Hasse, denn immerhin ist die Ertragslage für Versicherungen angesichts des tiefen Zinsniveaus nach wie vor angespannt. „Seit Jahren verharren die Kapitalmarktzinsen im Keller“, sagte Hasse. Gleichzeitig belaste der anhaltend hohe Aufwand für Schäden die Erträge. „Die Schäden werden tendenziell teurer“, betonte Hasse.

So zeigte sich in der Schadensbilanz Licht und Schatten der Regionaldirektion für 2016. „Erfreulich ist, dass die Zahl der uns gemeldeten Schäden um fast 30 Prozent auf etwa 23400 sank, weil Stürme nicht so stark ins Gewicht fielen“, resümiert Hasse. Doch der Gesamtaufwand für Entschädigungen – auch jenseits von Unwettern – blieb mit fast 27 Millionen Euro hoch, da die durchschnittlichen Kosten pro Einzelschaden stiegen.

Dass ein sturmarmes Jahr allerdings noch kein Grund zur Entwarnung ist, zeige sich daran, dass schon der Sommer 2017 wieder mit außergewöhnlichen Wetterextremen aufwartet. Während der jüngsten Starkregenfälle verursachte allein Tief „Alfred“ Ende Juli im Geschäftsgebiet der Regionaldirektion rund 350 erfasste Sachschäden in Gesamthöhe von 1,8 Millionen Euro. Allein im den besonders betroffenen Orten wie Goslar, Fiegenburg und Lautenthal hatte die Regionaldriektion rund 250 Schäden zu verzeichnen. Als weiteres Beispiel nannte Hasse das Hagelereignis vom 22. Juni in Rosdorf: „Nur durch kurzfristige Organisation von Sammelbesichtigungen im Autohaus Düerkop konnten wir rasch und unbürokratisch Schäden an 115 Fahrzeugen regulieren.“ Der überwiegende Teil der Entschädigungen bleibt in der Region, da heimische Handwerksbetriebe die Mehrheit der Schäden beheben.

Trotzdem sind die Kennzahlen für 2016 positiv und zeigen, dass der VGH-Standort in Südniedersachsen zu den leistungsstärksten der landesweit zehn Regionaldirektionen zählt, sagt Hasse: „Im vergangenen Jahr konnten wir unsere Beitragseinnahmen erneut ausbauen, um 1,7 Prozent auf gut 127 Millionen Euro.“ Besonders dynamisch legten die Privatkundensparten Gebäude und Hausrat, Haftpflicht, Rechtsschutz und Unfall zu (insgesamt +2,8 Prozent). In der hart umkämpften Autoversicherung konnte das Beitragsniveau mit rund 27 Millionen Euro gehalten werden. Trotz des herausfordernden Marktumfeldes bleibt die Zahl der rund 148700 Kunden mit mehr als 364500 Versicherungsverträgen im Geschäftsgebiet der Regionaldirektion Göttingen stabil. Hasse: „Diese erfreuliche Geschäftsentwicklung konnten wir im ersten Halbjahr 2017 fortschreiben“, sagt Hasse.

Auch die wachsenden Anforderungen europäischer und deutscher Gesetzgeber an Kapitalausstattung, Risikomanagement, Transparenz, Verbraucher- und Datenschutz, so Hasse, binde viele Ressourcen. „Doch die VGH hat frühzeitig die richtigen Weichen gestellt, so dass wir als regionaler Marktführer auch 2016 die Nase vorn hatten.“ Im Bereich Lebens- und Rentenversicherungen zahlte die VGH in der Region Göttingen 36,9 Millionen Euro aus.

In der Regionaldirektion sind inzwischen mehr als 170 Menschen im Göttinger Verantwortungsbereich für die VGH tätig. Zu ihnen gehören acht Auszubildende im Innen- und Außendienst, davon zwei in der Regionaldirektion. Im August 2017 stieg die Gesamtzahl der Azubis auf elf. doch spüre der Versicherer stark den Fachkräftemangel. Insbesondere sei es schwierig, geeignetes Personal für Südniedersachsen zu gewinnen.

Vor Ort eng beteiligt sich die VGH auch durch ihr gesellschaftliches Engagement für Kultur, Bildung und Sport. Kulturförderung findet vor allem durch die VGH-Stiftung statt, die durch die Regionaldirektion vor Ort repräsentiert wird. Hasse: „Beliebt sind zum Beispiel das Literaturfest Niedersachsen und der Julius-Club, ein Lese- und Schreibförderprogramm für Kinder und Jugendliche, an dem sich sieben Stadtbibliotheken der Region beteiligen.“ Kulturell beteiligt sich die VGH in Göttingen zudem an Aktionen wie „Kultur im Kreis“, dem „Elchpreis“ und „Pop meets Classic“. Wichtige Akteure in Stadt und Region, wie ProCity und die Energieagentur, werden ebenfalls unterstützt. Ein wichtiges Anliegen sei der VGH das Sponsoring im Sport. Allein in Europas größtes A-Jugendturnier sowie in das Basketball-Team der BG Göttingen fließe ein mittlerer fünfstelliger Betrag.

Von Bernard Marks

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