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VW-Zulieferer mit Verlusterwartungen?

Stabile VW-Zulassungszahlen in Göttingen VW-Zulieferer mit Verlusterwartungen?

Die regionale Statistik zeigt nach wie vor keine Anzeichen der Volkswagen-Krise. Weder bei der Kfz-Zulassung noch den Autohändlern oder den südniedersächsischen Zulieferern machen sich Absatzschwierigkeiten oder zurückgestellte Investitionen der Wolfsburger bemerkbar.

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Quelle: dpa

Göttingen. Damit entspricht die aktuelle Lage den jüngsten Absatzzahlen, die Volkswagen Mitte Dezember veröffentlicht hat. Weltweit sank der Absatz im November gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,2 Prozent – im Oktober lag der Rückgang noch bei 3,5 Prozent im Vergleich zum Oktober 2014. Seit Anfang des Jahres hat Volkswagen damit 1,7 Prozent weniger Autos abgesetzt als im Zeitraum Januar bis November 2014.

Die großen Verluste im November werden in Russland, Südamerika und den USA verzeichnet – während der Absatz in Europa und Asien-Pazifik weiter steigt. In Deutschland verkaufte VW beispielsweise 4,4 Prozent mehr Autos als im November 2014. Die Zahlen der Kfz-Zulassung der Stadt Göttingen lassen ebenfalls nicht erkennen, dass die einzelnen Konzernmarken an Attraktivität verloren haben. Eine Auswertung der Stadt zeigt, dass die Zahlen für Neuanmeldungen inklusive Umschreibungen bei Halterwechseln stabil sind: September: 387 (2014), 360 (2015), Oktober: 349 (2014), 342 (2015), November: 343 (2014), 349 (2015), Dezember (bis 13 Dezember): 151 (2014), 139 (2015).

Auch bei Conti in Northeim läuft es gut. Das Werk mit seinen knapp 1900 Beschäftigten sei normal ausgelastet und insbesondere im Automobilbereich laufe es gut. Am Northeimer Werk zeige sich auch, dass eine breite Produktpalette an einem Standort vorteilhaft ist. Conti ist durch seine breite Aufstellung zudem nicht zu sehr von Volkswagen abhängig.

Ruhig ist es auch bei Eckold in St. Andreasberg. „Wir stellen zumindest aus heutiger Sicht einen fairen Umgang mit den Zulieferern fest“, sagt Günter Dingfeld. Volkswagen versuche nicht, mit Verweis auf die Krise die Preise zu senken. Eckold stellt Maschinen zur Blechbearbeitung und mechanischen Zusammenfügung von Blechen her und ist damit von der Abgasthematik nicht betroffen. „Ob Volkswagen eine oder drei Millionen Fahrzeuge durch die Fertigung laufen lässt, macht für uns keinen Unterschied.“ Auch KKT Frölich aus Osterode am Harz winkt ab, von Krise merke man nichts.

„Zum derzeitigen Zeitpunkt sind im IT-Bereich noch keine Auswirkungen erkennbar“, sagt Rolf Bilstein, Inhaber der Hann. Mündener DOS Software Systeme. Aufgrund der hohen Verantwortung von VW für die Region werde man auch sehr sensibel mit Veränderungen umgehen. Unter anderem deswegen werde es im Januar 2016 ein Treffen mit etwa 40 Geschäftsführern geben, darunter auch von DOS, um aktuelle Themen zu diskutieren.

Etwas vorsichtiger äußert sich die Göttinger Mahr GmbH. Bis jetzt habe man keine Einbußen zu  verzeichnen. Aber: „Die Zukunft ist noch ungewiss“, so Jochen Seidler. „Einerseits wird VW weiter in neue Technik investieren und dafür auch neue Messtechnik benötigen. Andererseits stehen Ersatzbeschaffungen und Erweiterungen für bestehende Messräume und Fertigungen auf dem Prüfstand.“

Beim Aluminiumverarbeiter Novelis sieht man in der Krise vor allem eine Chance, wie Erwin Mayr, Geschäftsführer von Novelis Europa, betont. „Wenn Volkswagen jetzt noch beherzter auf Elektrofahrzeuge setzt, profitieren wir davon." Mayr hofft, dass der VW-Konzern als einer der wichtigsten Novelis-Kunden Aluminium künftig nicht mehr nur in gehobenen Wagenklassen wie dem Audi A8, sondern beispielsweise auch in Großserienfahrzeugen wie dem Golf einsetzt, um über das verringerte Gewicht zu weiteren Abgasreduktionen zu kommen. Mayr ist davon überzeugt, dass der Markt für Autoaluminiumteile Jahr für Jahr um einen zweistelligen Prozentsatz wachsen wird.

Allerdings: Trotz just in time Produktion haben Materialbestellungen bei Zulieferern, aber auch die Auto-Bestellungen von Privatkunden, einen durchaus auch monatelangen Vorlauf. Insofern bilden die bisherigen Einschätzungen die Lage nur teilweise ab. Im Februar wird man es genauer wissen.

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