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Verdi-Demonstration der Postmitarbeiter in Göttingen

Poststreik Verdi-Demonstration der Postmitarbeiter in Göttingen

Bundesweit hat Verdi die streikenden Postmitarbeiter am 3. Juli zu Kundgebungen und Demonstrationen aufgerufen. In Göttingen fand die Demonstration für den Verdi-Bezirk der  Region Süd-Ost-Niedersachsen statt. Nach Angaben der Gewerkschaft nahmen etwa 300 Gewerkschafter an der Demonstration teil, die teils auch aus Braunschweig, Wolfsburg, Helmstedt und Gifhorn angereist kamen.

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Poststreik-Demo: Sammeln auf dem Schützenplatz.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Der Zug begann am Schützenplatz und endete auf dem Marktplatz mit einer Abschlusskundgebung.

Arbeitskampfleitern Doris Mroß gab sich kampfeslustig. Die Stimmung unter den Streikenden sei nach inzwischen vier Wochen Streik immer noch gut. Dass in einigen Streikbezirken sich eine gewisse Streikmüdigkeit breitzumachen beginnt, räumte sie jedoch ein.

Gleichwohl erleben die Postmitarbeiter nach wie vor relativ viel Verständnis für ihren Streik. Eine Ende Juni durchgeführte Umfrage der Plattform „YouGov“ zeigte, dass 63 Prozent der Befragten Verständnis für die Streikenden haben und selbst eine Mehrheit derjenigen, die keine oder verspätet Post bekommen, zu 52 Prozent verständnisvoll sind.

„Heute sitzen die Tarifkommission und der Arbeitgeber erneut zusammen und führen wieder Gespräche“, so Mroß. „Eine Streikunterbrechung und ein Streikende wird es für uns jedoch erst geben, wenn beide Unterschriften unter dem Tarifvertrag stehen.“ Gleichwohl hoffe sie, dass es möglichst schnell zu einer Einigung kommt.

Derweil sind die Fronten zwischen Streikenden und Führungskräften verhärtet, wie Mroß‘ Kollege Dietmar Görsdorf betont. Einen zuletzt veröffentlichten offenen Brief der Deutschen Post AG an Verdi empfindet er als „frech“ und verweist auf den nach wie vor hohen Druck, den Führungskräfte auf streikende Mitarbeiter ausüben.

„Die Kollegen werden angerufen und es wird ihnen erzählt, dass sie wieder arbeiten müssten, weil sie sonst Ansprüche auf Urlaubs- oder Weihnachtsgeld verlieren würden. Man verliert diesen Anspruch allerdings nicht, wenn man mindestens einen Tag im Monat gearbeitet hat und dafür sorgen wir.

Es gibt auch eine Anweisung für Führungskräfte, in der Verdi als Sekte bezeichnet wird und die Streikenden aufgefordert werden, aus diesem „Teufelskreislauf“ herauszukommen.“

Die Stimmung unter den Streikenden war, ungeachtet des heißen und schwülen Wetters, sehr gut – und bezog auch eine Hochzeitsgesellschaft mit ein, die zeitgleich aus dem Alten Rathaus kam und mit einem ohrenbetäubenden Pfeifenkonzert empfangen wurde.

Von Sven Grünewald

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