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Verpacker und Logistiker kooperieren

Erstes Netzwerktreffen Verpacker und Logistiker kooperieren

Lkw lassen sich effizienter beladen, Transportschäden vermeiden, wenn Verpackungshersteller und Logistiker enger zusammenarbeiten. Deshalb suchen das Verpackungscluster Südniedersachen und das Logistik und Mobilitätscluster Göttingen / Südniedersachen die Kooperation.

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Roland Marx

Quelle: EF

Göttingen. „Luft, statt Ware zu transportieren, treibt die Kosten nach oben“, sagt Roland Marx, Geschäftsführer des in Hann. Münden ansässigen Verpackungsclusters. Durch Optimierung der Verpackung lasse sich mehr Ware auf einer Palette unterbringen. Schlecht verpackte Ware führe zu Schäden und damit ebenfalls zu höheren Kosten. „Werden schwere Produkte in Kartons ohne ausreichende innere Verstärkung verstaut und gestapelt, sacken die Kisten in sich zusammen“, nennt Marx ein Beispiel.

„Da in der Regel die Logistikfirmen den Ärger mit den Kunden haben, nehmen sie Kontakt mit uns auf“, erzählt der Geschäftsführer. Die Logistiker versuchten nun gemeinsam mit den Verpackern Kunden zu sensilibilisieren. Ziel sei es, möglichst schon bei der Entwicklung eines Produkts auch an den späteren Transport zu denken.

„Es sind auch gemeinsame Projekte von Verpackern und Logistikern denkbar“, führt Marx aus. So ließen sich Verpackungen mit Transpondern ausstatten, so dass sich jede einzelne Sendung mit GPS orten lasse. „Aufgrund solcher Überlegungen wollen wir die Zusammenarbeit zwischen beiden Branchen intensivieren“, erläutert der Geschäftsführer. Im Februar fand die erste gemeinsame Veranstaltung beider Cluster im Göttinger Sartorius College statt. 60 Personen kamen.

Christine Kroß, Clustermanagerin bei den Logistikern, kann sich jährliche Wiederholung eines solchen Treffens vorstellen. „Die Zusammenarbeit stärkt die Unternehmen und damit auch die Region“, sagt Ursula Haufe, Geschäftsführerin der Göttinger Wirtschaftsförderung GWG. Die GWG trägt die Hälfte der Kosten des Logistikclusters.

Das Verpackungscluster, das 80 Mitglieder zählt, hat bereits Erfahrungen mit Netzwerk-Kooperationen gesammelt. 1997 ließ es in zwei Bachelorarbeiten das Potenzial einer solchen Zusammenarbeit ausloten und Ideen zur praktischen Umsetzung darstellen. Auch die Logistiker, die sich 2013 zusammengefunden haben, pflegen den Kontakt zu anderen Netzwerken. Dort sind derzeit 13 Mitglieder aktiv. Im Mai ist eine Logistiktagung geplant.

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