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VisiCon aus Rittmarshausen besteht seit 25 Jahren

Firma bringt Robotern das Sehen bei VisiCon aus Rittmarshausen besteht seit 25 Jahren

Vor 25 Jahren hat Wolfgang Brunk (62) gemeinsam mit dem Ravensburger Unternehmen Blum die VisiCon Automatisierungstechnik GmbH gegründet. Das vergangene Geschäftsjahr war das beste der Firmengeschichte. Der Umsatz stieg um 20 Prozent auf zehn Mio. Euro.

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Scheinwerfer werden ständig weiterentwickelt – ihre Justierung verlangt mittlerweile nach hochqualifizierten Spezialisten.

Quelle: Hinzmann

Rittmarshausen. Dass ihm etwas Großes gelungen war, ahnte Brunk, als 1990 Manager des Detroiter Autoherstellers Ford vor der Tür standen. Er hatte für eine neue Produktionsstätte von Daimler Benz ein System zur vollautomatischen Einstellung der Scheinwerfer entwickelt, damals eine Weltneuheit. „Ich habe den Montagerobotern das Sehen beigebracht“, meint Brunk. Das gelang mit Lasern, Sensoren und einer Bildverarbeitungssoftware. Blum kümmerte sich um den Anlagenbau.
Vier Wochen nach der Inbetriebnahme der mannlosen Endmontage in Sindelfingen fragte Audi aus Ingolstadt bei Brunk eine solche Anlage an, zwölf Wochen später Ford aus Detroit. „Bis heute sind wir in diesem Bereich Weltmarktführer“, sagt der Geschäftsführer. Mittlerweile gibt es auch andere Anbieter, doch die Rittmarshäuser behaupten sich.

Das hat mit der Dynamik des Marktes zu tun. Die Scheinwerfer werden immer komplexer, und damit auch die Anforderungen bei ihrer Einstellung. VisiCon ist darauf eingestellt. Unter den 60 Mitarbeitern gibt es 14 Ingenieure und acht promovierte Physiker. „Die innovativsten Scheinwerfermodelle kommen nicht mehr ohne eine anspruchsvolle Steuerung aus“, berichtet Brunk. Bei ihnen lässt sich jede LED-Leuchte einzeln ansteuern. Das ermöglicht es dann zum Beispiel dem neuen Audi A8, ständig mit Fernlicht zu fahren. In den Scheinwerfer eingebaute Sensoren erkennen entgegenkommene Fahrzeuge und blenden nur die Leuchten ab, die den anderen Fahrer stören würden.

Über die mannlose Endmontage der Scheinwerfer kam VisiCon zu seinem zweiten Geschäftsbereich, der Entwicklung und Fertigung von Systemen zur Fahrwerkeinstellung. Mit ihnen lassen sich die Räder an den Wagen genau ausrichten. Das ist nicht trivial. „Ein Auto ist, salopp gesagt, ein liederlich zusammengenieteter und geschweißter Blechhaufen“, schildert Brunk die Herausforderung. Er entwickelte mit Siemens eine neue Generation von Fahrwerkständen. Als die Münchner nach ein paar Jahren die Zusammenarbeit aufkündigten, kreierte der Physiker 2007 auf Anregung der Firma Dürr ein neues System. Mehr als 250 Spurstände weltweit hat VisiCon seither mit seiner sogenannten dPP-Technik ausgerüstet. Gerade haben die Rittmarshäuser bei Daimler in Sindelfingen die Produktionsstätte für die neue E-Klasse sowie die Audi-Fabriken für den R8 und den A8 mit Systemen beliefert.

65 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen in Deutschland, 15 Prozent im europäischen Ausland und 20 Prozent in Asien und dort vor allem in China. Die Firma Blum hält noch 30 Prozent von VisiCon. 15 Prozent übernahm der Vertriebschef, Physiker Wiprecht Keller (61). Die restlichen 55 Prozent hält Brunk. Die Eigenkapitalquote liegt bei 70 Prozent.

Mittlerweile ist auch der Sohn des Gründers, Andreas Brunk (29), ins Unternehmen eingestiegen. Der Betriebswirt hat die kaufmännische Leitung.

Von Michael Caspar

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