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Volksbank Mitte: 15 von 35 Filialen schließen

Personalabbau geplant Volksbank Mitte: 15 von 35 Filialen schließen

Einen deutlichen Einschnitt haben Aufsichtsrat und Vorstand der Volksbank Mitte beschlossen. 15 von 35 Filialen sollen bis Herbst 2016 geschlossen werden, die Mitarbeiterzahl soll ebenfalls reduziert werden. Ursächlich dafür sind ein verändertes Kundenverhalten und die Niedrigzinsphase.

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V.l.: Hartwig Magerhans, Aufsichtsrat, mit den Vorständen Holger Willuhn, Björn Henkel und Rolf Döring.

Quelle: Richter

Duderstadt. Im zweiten und dritten Quartal 2016 sollen 15 Filialen geschlossen werden.

Damit soll ein Stellenabbau einhergehen, zu dessen Umfang die Vorstände der Volksbank sich noch nicht äußern wollten – die Filialschließungen betreffen allein um die acht Mitarbeiter.

Den etwa 240 Mitarbeitern wurden die Einschnitte kommuniziert und damit auch die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis vorzeitig aus den Arbeitsverhältnissen auszuscheiden. Den größten Stellenabbau will man über Altersteilzeitregelungen erreichen, aber auch für jüngere Mitarbeiter wird es ein Abfindungsprogramm geben.

Nun will der Vorstand erst einmal abwarten, wie viele Mitarbeiter davon Gebrauch machen werden. Grundsätzlich könnten aber auch betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen werden.

Insgesamt wird eine Kostenreduktion von rund zwei Mio. Euro jährlich angestrebt, allerdings auf mittlere Sicht. „Wir gehen davon aus, dass die Einsparungen erst in drei bis dreieinhalb Jahren in der Bilanz ankommen“, so Vorstandssprecher Holger Willuhn. Er relativierte auch die Zahl der Schließungen. Banken vergleichbarer Größe hätten durchschnittlich 14 Filialen. Mit den verbleibenden 20 sei man immer noch überdurchschnittlich.

Das notwendig gewordene Konsolidierungsprogramm ist Folge des Zusammentreffens verschiedener Entwicklungen im Bankenbereich. Zum einen hat sich das Nutzerverhalten stark verändert: 98 Prozent aller Privatkundengeschäfte würden heute digital erledigt.

Auf die knappe Formel „online wird mehr, offline wird weniger“, bringt es Vorstand Rolf Döring. Entsprechend will die Volksbank parallel zur Filialschließung ihre Onlineangebote weiter ausbauen, um so dem Kundentrend und dem Näheverlust zu begegnen.

Zum anderen sind im Gefolge der Finanzkrise die regulatorischen Anforderungen an Banken stark gestiegen und damit die zusätzlichen Kosten für Technik oder Mitarbeiterqualifizierung. Vor allem aber macht den Banken die seit 2008 anhaltende Niedrigzinsphase zu schaffen. Wie bei anderen Regionalbanken kämen 75 Prozent der Einnahmen der Volksbank aus Zinseinnahmen. Diese würden in den kommenden Jahren um ein Viertel sinken, so Döring.

Von Sven Grünewald

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