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Vom Wochenmarktstand zum Rundumversorger

25 Jahre „Grüner Bote“ Vom Wochenmarktstand zum Rundumversorger

Biolandbau hat sich spätestens seit dem allgemeinen Bio-Boom etabliert. Einer der zahlreichen Bio-Betriebe in der Region feiert jetzt sein 25-jähriges Bestehen: der Grüne Bote in Hübenthal.

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Tragen ihre grüne Botschaft in die Region: Wolfgang Osthues (l.) und Christof Niehaus.

Quelle: Hinzmann

Innerhalb der dicken Mauern des alten Guts Hübenthal hat in den vergangenen Jahrhunderten sicherlich so mancher Bote auf Reisen einen Unterschlupf gefunden. Die alten Gemäuer liegen malerisch am Fuße von Schloss Berlepsch, mitten im grünen Nirgendwo des Werratals. Gerade 100 Menschen leben in dem Ortsteil von Witzenhausen. Im Gutsgebäude logiert auch der Grüne Bote: ein Lieferservice für Bioprodukte. 

Angefangen hatte alles mit dem Wunsch, Landbau anders zu betreiben, schildert Wolfgang Osthues, der zusammen mit Christof Niehaus Inhaber ist. Seine Frau Gabi hatte den Betrieb gegründet, damals noch als „Grüne Kraft“. Gemeinsam versuchten sie, ökologischen Landbau umzusetzen. Eine nicht ganz einfache Sache, wie Osthues zugibt. „Im ersten Jahr ist uns das Unkraut über den Kopf gewachsen.“ Doch Erfolge stellten sich ein, der Betrieb konnte seine Waren schließlich auf dem Göttinger Wochenmarkt anbieten – als erster Biostand . 

Bereits 1986 führte der Bote  das Konzept der grünen Kiste ein – auch hier als einer der ersten, allerdings bundesweit. Diese Abonnement-Idee besteht in Grundzügen bis heute. Zu Beginn war es eine reine Gemüsekiste. „20 Mark kostete die“, erinnert sich Osthues. Die Kunden – einige von ihnen sind dem Boten bis heute treu – hatten keinen Einfluss auf die Warenauswahl. Heute können sie zwischen tausend verschiedenen Artikeln wählen – von Gemüse über Getränke bis hin zu Drogeriewaren. Die Produkte stammen, soweit möglich, immer noch aus Eigenanbau oder von regionalen Herstellern. „Am wichtigsten ist uns die Frische“, meint der Diplom-Landwirt: Mit drei Kühlwagen werden die Waren zu den Kunden von Melsungen bis Göttingen, von Kassel bis Uslar gebracht. 

Bereits im Jahr 2000 schufen die Hübenthaler eine Internetpräsenz. Hier können die Bestellungen von den Kunden jederzeit bearbeitet werden. Mit deren steigender Zahl – inzwischen sind rund 1000 in der Kartei – wuchsen auch die logistischen Anforderungen. Die Software zur Abwicklung der sehr unterschiedlichen Bestellungen entwickelte Osthues selbst. „Am Markt gab es nichts Passendes.“ Der Verkauf des Programms bildet ein weiteres Standbein des Betriebs, der heute 20 Mitarbeiter beschäftigt und einen Umsatz im „niedrigen siebenstelligen Bereich hat“, so der 50-Jährige. 

Dass der Betrieb seine „grüne Botschaft“ seit 25 Jahren in die Häuser trägt, wird am 9. Mai mit einem Hoffest gefeiert. Informationen: www.gruener-bote.de oder Telefon 05542/71077.

                                                                                                 Von Erik Westermann

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