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WMU errichtet neues Logistikzentrum

Neubau nach Brand WMU errichtet neues Logistikzentrum

Vor ein paar Wochen gingen auf dem freien Grundstück neben der Weser Metall Umformtechnik (WMU) noch Vermessungsingenieure ihrer Arbeit nach. Ihre Stelle haben jetzt Bauarbeiter eingenommen, die auf dem 28 000 Quadratmeter großen Gelände, das die WMU der Stadt abgekauft hat, Erdarbeiten durchführen. Ende Mai soll dann mit dem Bau eines 5800 Quadratmeter großen Logistikzentrums begonnen werden, das Ende Februar 2016 fertiggestellt sein soll.

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Beim Metallverarbeiter WMU entstehen unter anderem Ölwannen und Bauteilgruppen für die Automobilindustrie.

Quelle: EF

Hann. Münden. Das Projekt ist Teil der Reorganisation und Vergrößerung der WMU, in die ihr koreanischer Mutterkonzern Sungwoo Hitech von 2013 bis 2016 rund 40 Millionen Euro investiert. Der Autozulieferer, der jährlich rund 2,8 Milliarden Euro Umsatz macht, hatte die 1953 als Bokelmann KG gegründete und 1986 in ihren heutigen Namen umfirmierte WMU 2012 übernommen, um ein Standbein auf dem europäischen Markt zu bekommen. Um dabei noch konkurrenzfähiger zu sein, verordneten die neuen Eigentümer dem Unternehmen eine schrittweise Erweiterung seines Portfolios: Es produziert nicht mehr länger nur Pressteile, sondern ganze Baugruppen.

Dafür wurde das Betriebsgelände durch den Kauf von Grundstücken vergrößert, Produktions- und Verwaltungsgebäude umfangreich erweitert  sowie vier gewaltige, bis zu 2000 Tonnen schwere Pressen angeschafft. Das Land Niedersachsen gewährte der WMU dafür eine einzelbetriebliche Investitionsförderung von bis zu 4,5 Mio. Euro beziehungsweise zehn Prozent der Gesamtinvestition. Im Gegenzug verpflichtete sich das Unternehmen, 149 neue Dauerarbeitsplätze zu schaffen.

Bisher waren es 89, und zwar in erster Linie Metallarbeiter sowie Schweißanlagen-Bediener. Die restlichen 60 sollen laut Jörg Wittling, kaufmännischer Leiter der WMU, bald folgen: „für das Logistikzentrum benötigen wir sowohl kaufmännisches als auch gewerbliches Personal.“ Darüber hinaus Mitarbeiter für Projektmanagement und Qualitätssicherung sowie Werkzeugmechaniker. Doch die seien schwer zu bekommen, nicht zuletzt wegen der Nähe zum VW-Werk Baunatal. „Als Mittelständler zahlen wir 13,2 Gehälter“, sagt WMU-Geschäftsführer Rainer Menten, „VW 14“. Und das für weniger Arbeit, so der Diplom-Ingenieur: „WMU hat die 40-, VW die 35-Stunden-Woche.“

Derzeit arbeiten bei WMU 379 festangestellte Mitarbeiter sowie 140 Leiharbeiter, von denen immer wieder einige fest eingestellt würden, wie Wittling sagt. Leiharbeit würde das Unternehmen aber immer benötigen, weil die Automobilbranche so volatil sei. So habe das Unternehmen 2009 für eineinhalb Monate wegen des Einbruchs in der Autoindustrie Kurzarbeit anmelden müssen.

Nach Kurzarbeit sieht es bei WMU im Augenblick aber nicht aus, im Gegenteil: Die Produktionsmitarbeiter arbeiten im Vierschicht-Betrieb. Letztes Jahr fertigten sie aus rund 40 000 Tonnen Metall 38,5 Mio. Einzelteile, die pro Tag von 40 Lastwagen abtransportiert wurden. Betrug der Umsatz 2013 noch 63,2 Mio. Euro, sind für 2016 105 Mio. anvisiert, wobei die Aufträge schon unter Dach und Fach seien.

Von Hauke Rudolph

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