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Wasserstoff ist die Zukunft

Interview mit Prof. Dietmar Stalke Wasserstoff ist die Zukunft

Der klassische Verbrennungsmotor, der fossile Energieträger in Kraft umwandelt, soll zum Auslaufmodell werden. Welche Zukunftstechnologien kommen stattdessen? Die Antwort gibt Dietmar Stalke, Professor am Institut für Anorganische Chemie der Universität Göttingen.

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Dietmar Stalke, Professor am Institut für Anorganische Chemie der Universität Göttingen.

Quelle: R

Göttingen. Welche Alternativen zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren gibt es - über die Elektromobilität hinaus?

Verbrennung ist ja nicht gleich Verbrennung. Wenn die jetzigen Motoren mit Wasserstoff angetrieben würden, wäre das eine sehr saubere Technologie.

Aber ist das nicht noch völlige Zukunftsmusik?

Bis das Verfahren im großen Stil genutzt werden kann, sind noch etliche Fragen zu beantworten. Vor allem die, wie wir den Wasserstoff herstellen. Die Wissenschaft sucht nach einem Verfahren, das wie die Photosynthese im Blatt abläuft und Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff spaltet– die so genannte  atrifical photosynthesis. Dafür gibt es bereits erste Ansätze. Zudem wird daran geforscht, in der Produktion des Wasserstoffgases als Katalysatoren satt seltener Edelmetalle Calcium oder Magnesium zu verwenden.

Und wie würden solche mit Wasserstoff betriebenen Verbrennungsmotoren aussehen?

Nicht sehr viel anders, als ein herkömmlicher Motor. BMW und Toyota z. B. haben bereits Wasserstofffahrzeuge gebaut. Statt eines Vergasers wird ein Gasmischer eingebaut.

Das klingt zu schön um wahr zu sein, wo ist der Haken?

Beispielsweise die Lagerung des leicht entzündlichen Gases. Ich glaube, derzeit möchte niemand neben einer Wasserstoff-Tankstelle wohnen.

Wie sieht es denn mit Brennstoffzellen aus?

Dieses Verfahren wird ja bereits eingesetzt – beispielsweise in Stadtbussen der Verkehrsbetriebe Rhein-Main. Deutsche U-Boote fahren statt eines Kernreaktors ebenfalls mit Wasserstoffbrennstoffzellen. Für Pkw ist der Technik bislang noch nicht ausgereift. Zudem muss man auch hier von den Edelmetallen in der Zelle weg kommen.

Sind elektrische oder andere alternative Antriebsformen in der Bilanz wirklich umweltfreundlicher als Verbrennungsmotoren?

Alle zukunftsweisenden Patente der Batterieentwicklung für die Elektromobilität halten die Japaner, die deutsche Automobilindustrie war in diesem Bereich zu spät. Zudem wird der Strom zur Ladung der Batterien keinesfalls klimaneutral produziert. Aus welchem Braunkohlekraftwerk der Strom wirklich kommt, wissen wir nicht. Neutral wäre nur eine Ladung durch Windenergie. Aber wer baut sich schon ein Windrad in der Stadt neben seine Garage? Solarzellen sind keine Alternative, ihre Bilanz ist ebenfalls nicht neutral. Einzig die Wasserstofftechnologie kann völlig emmissionsfrei und nachhaltig sein. Der Wasserstoffmotor ist unbedingt die Technologie der Zukunft.

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