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Weltweit erste Plasma-Konferenz in Göttingen

Wirtschaft Weltweit erste Plasma-Konferenz in Göttingen

Die weltweit erste Konferenz zur Anwendung der Laser-Plasma-Technologie fand im Anwendungszentrum für Plasma und Photonik des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik in Göttingen statt. „Göttingen ist auf dem Gebiet weltweit führend“, sagt Prof. Wolfgang Viöl, Leiter des Zentrums.

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Die Plasmabehandlung einer Glasoberfläche erhöht die Wirksamkeit von Lasern bei der Oberflächenbearbeitung.

Quelle: Heller

Göttingen. „Bei dem Hybrid-Verfahren wird eine zu bearbeitende Fläche vor dem Einsatz des Lasers mit einem Plasma behandelt“, erläutert Viöl. Das erhöhe die Leistungsfähigkeit des Lasers um den Faktor zwei bis fünf. Entsprechend groß sei das Interesse der Unternehmen. Bislang befinde sich das Verfahren aber noch in der Entwicklungsphase. Mit zehn Unternehmen kooperiere sein Anwendungszentrum. Einer der Partner sei das Göttinger Werk des Laserherstellers Coherent.

 

„In einem Projekt mit Coherent, das vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung gefördert und 2014 abgeschlossen wurde, befassten wir uns mit Lasern, die zur Herstellung von Flachbildschirmen dienen“, berichtet Viöl. Sie hätten durch die Kombination mit Plasma eine Leistungssteigerung um den Faktor 1,8 bis 1,9 nachweisen können. Nun gehe es darum, das neue Verfahren zur Marktreife weiterzuentwickeln. „Effizientere Laser, die kostengünstiger arbeiten, sichern uns einen Wettbewerbsvorteil im Wachstumsmarkt Flachbildschirme“, sagt Oliver Haupt, Produktmanager bei Coherent.

 

„Auch in der Optikfertigung hilft die Kombination von Laser und Plasma die technologischen Verfahrensgrenzen weiter hinauszuschieben“, fand Viöls Mitarbeiter Christoph Gerhard, ein gelernter Feinoptiker und promovierter Physiker, heraus. Das Plasma verändere die Oberfläche des Glases bis in eine Tiefe von 0,2 Millimetern chemisch. Das erhöhe die Absorption des Laserlichts, was deren Wirkung erhöhe. „Bei Quartzglas haben wir sonst das Problem, dass das Laserlicht hindurchscheint und damit weitgehend wirkungslos bleibt“, führt Gerhard aus.

 

„Weil das neue Verfahren den effizienten Einsatz von Ressourcen verbessert, ist es in diesem Jahr mit dem Green Photonics Award ausgezeichnet worden“, so der Physiker. Zu den Teilnehmern des Kongresses gehörte denn auch ein Vertreter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

 

„Es gibt noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten“, betont Viöl. Hauchdünne, historische Münzen ließen sich mit den Verfahren sanft reinigen. Bei herkömmlichen mechanischen oder chemischen Verfahren würden sie zerbrechen. Fasern ließen sich vor ihrer Weiterverarbeitung zu Faserverbundstoffen reinigen. Auch Keramik lasse sich mit der Hybridtechnologie bearbeiten. Die sechs Mitarbeiter des Anwendungszentrums, die sich mit dem Thema befassten, hätten zudem keine Schwierigkeiten, in renommierten Fachzeitschriften über ihre Forschung zu veröffentlichen, sagt der Professor.

 

Organisiert wurde die Konferenz, an der 40 Vertreter aus Wissenschaft und Industrie teilnahmen, vom Verein Nano- und Materialinnovationen Niedersachsen.

 

Von Michael Caspar

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