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Wenn die Erinnerung verblasst

Innovationspreis Wenn die Erinnerung verblasst

Pfleger wissen oft wenig über die Persönlichkeit und die Bedürfnisse von Demenzkranken. Das hat Ulrike Neufeldt zu ihrem „Biografie-Speicher“ motiviert: Sie lässt sich von Menschen aus deren Leben erzählen und macht daraus ein persönliches Buch mit wichtigen Informationen für den Demenzfall.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Ein Demenzkranker liebt Ordnung. Ein anderer benötigt viel Zuneigung. Und noch einer ist eher Einzelgänger. Das Problem: Keiner von ihnen kann sich seinen Pflegern mitteilen. Dieses Dilemma hat Neufeldt selbst erlebt, als sie – neben ihrer Tätigkeit als freie Journalistin für evangelische Medien – in einem Pflegeheim arbeitete. So kam ihr die Idee, Leichterkrankte und Menschen, die fürchten, sie könnten eines Tages dement werden, zu interviewen und das Gehörte zu einer kleinen, häufig bebilderten Biografie in Buchform zu verarbeiten. Diese enthält ganz profane Sachverhalte, zum Beispiel das Lieblingsessen, aber auch Informationen darüber, was den Betreffenden im Leben motiviert hat, was ihm wichtig ist, was er mag und was er weniger schätzt. Besonders wichtig sei es, emotionale Momente festzuhalten.

Denn die seien für einen Menschen besonders prägend. Würden die Betreuer sie kennen, könnten sie den Demenzkranken besser verstehen, so Neufeldt, die betont, dass viele alte Menschen durch Erlebnisse aus der Kriegszeit und von der Flucht besonders geprägt seien. Aber auch weniger bedeutsame Erlebnisse könnten durchaus etwas über eine Person aussagen – zum Beispiel die Entscheidung einer Frau, in den 50er oder frühen 60er Jahren einen Führerschein zu machen.

Frauen machten den größten Teil ihrer Kunden aus, so Neufeldt: „Ich denke, dass Männer eher Hemmungen haben, sich zu öffnen.“ Die 52-Jährige, die in Göttingen Agrarwissenschaft studierte und sich anschließend bei der Evangelischen Nachrichtenagentur Wetzlar zur Redakteurin ausbilden ließ, bezeichnet das Marketing als ihr größtes Problem: „Bisher komme ich vor allem durch Weiterempfehlungen an neue Kunden, aber diese Art der Werbung ist in ihren Möglichkeiten natürlich begrenzt.“ In Zukunft wolle will sie sich mehr in den sozialen Netzwerken tummeln, zum Beispiel auf Facebook.

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