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Wilvorst aus Northeim entwickelt ein digitales Bestellsystem für Maßanzüge

Herrenmoden-Hersteller Wilvorst aus Northeim entwickelt ein digitales Bestellsystem für Maßanzüge

„Wir wollen auch bei der Technik Vorreiter sein“, sagt Ulf Danisch (45), Verkaufsleiter der Maßkonfektionsmarke Corpus Line bei der Northeimer Wilvorst Herrenmoden GmbH. 200 000 Euro hat das Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren in die Entwicklung eines neuen Online-Bestellsystems investiert. Ein zehnköpfiges Team schuf so den Style Profiler.

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Eine Computeranimation hilft bei der Auswahl: Wilvorst-Mitarbeiter Stefan Piel (l.) und Ulf Danisch.

Quelle: MIC

Northeim. Mit dieser Software können nun die 350 Einzelhändler in Europa, die Corpus Line im Angebot haben, mit ihren Kunden am Rechner Anzüge individuell gestalten. Eine Stunde lang dauert das mindestens. „Wir erheben 35 verschiedene Maße“, erläutert Danisch. So werde sichergestellt, dass der Anzug sitze. Das wüssten Kunden zu schätzen, deren Körpermaße aus dem Rahmen fielen, etwa Bodybuilder.

 
„Die meisten Kunden wollen aber vor allem eine größere Auswahl, als sie bei Anzügen von der Stange finden“, weiß Stefan Piel (50), der bei Wilvorst den Bereich Marketing, Design und Produktmanagement leitet. Bei Corpus Line können sich Kunden zwischen mehr als 1000 verschiedenen Stoffmustern entscheiden. Bei den Innenfuttern reicht das Spektrum vom barocken Blumen- bis zum Totenkopfmuster. Es gibt verschiedene Schnitte, unterschiedliche Knöpfe oder Krägen. Initialien oder der Hochzeitstag lassen sich einsticken.

 
„Das fertige Produkt kann sich der Kunde jeweils auf dem Bildschirm von allen Seiten anschauen“, erläutert Danisch. Die 3D-Technik begeistere viele sonst einkaufsmüde Männer. Um das Beratungsgespräch unterhaltsam zu gestalten, kombinierten es Händler teilweise mit einer Weinprobe. „Sind die Daten einmal erhoben sind es oft die Ehefrauen, die Folgebestellungen aufgeben“, weiß Designer Piel. Die Frauen müssen nur darauf achten, dass ihre Männer nicht zwischenzeitlich zugenommen haben.

 
Der Händler überträgt die Daten an Corpus Line. Von dort geht die Bestellung dann an ein Werk in Kroatien, wo die Anzüge automatisiert gefertigt werden.

 
„Das unterscheidet Maßkonfektionäre von Maßschneidern, die wesentlich mehr mit der Hand arbeiten“, weiß Piel. Durch die industrielle Fertigung liege der Preis mit 700 bis 800 Euro nicht über dem eines Konfektionsanzugs gehobener Klasse. „Nach einer, spätestens aber drei Wochen ist der Anzug fertig“, sagt Verkaufsleiter Danisch. Asiatische Mitbewerber könnten mit diesen Preisen und Lieferfristen nicht mithalten.

 
Die Marke Corpus Line gibt es seit dem Jahr 2000. Seit 2010 wird sie von Wilvorst geführt. 40 Mitarbeiter sind in diesem Unternehmensbereich, der in Goslar angesiedelt ist, tätig. „Wir wachsen jährlich im einstelligen Bereich“, sagt Danisch. Er fahre 80 000 Kilometer im Jahr, um Händler in ganz Europa von Corpus Line zu überzeugen. Es gebe noch zwei, drei andere Maßkonfektionäre. Wilvorst sei mit der Marke in diesem Bereich jedoch Marktführer, so Danisch.

Von Michael Caspar

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