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Workers Memorial Day: IG BAU mit Schweigeminute in Duderstadt

Gedenken an die Toten in Bau und Forst Workers Memorial Day: IG BAU mit Schweigeminute in Duderstadt

Für eine Minute herrschte Schweigen und Gedenken an der Baustelle der Ortsumgehung Duderstadt in Westerode (B247). Die etwa 20 Mitarbeiter der beiden bei Duderstadt im Einsatz befindlichen Arbeitskolonnen des Bauunternehmens Eurovia Teerbau versammelten sich dort und gedachten der Kollegen, die in Deutschland und weltweit durch Arbeitsunfälle ums Leben gekommen sind.

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Eurovia-Mitarbeiter beim Gedenken.

Quelle: EF

Duderstadt/Westerode. Dazu aufgerufen hatte die Gewerkschaft IG Bauen Agrar Umwelt (IG BAU) am 28. April – dann wird jährlich und weltweit der Workers Memorial Day begangen. Die Idee stammt ursprünglich von einer kanadischen Gewerkschaft, die 1995 zunächst in Kanada zum Gedenken aufrief. Ein Jahr später nahmen Gewerkschaften weltweit den Gedenktag auf, der auf ein ebenfalls weltweit verbreitetes Problem verweist: die hohe Zahl an Menschen, die durch Arbeitsunfälle ums Leben kommen oder an Berufserkrankungen leiden.

„Jedes Jahr sterben mehr als zwei Millionen Menschen an den Folgen eines Arbeitsunfalls oder von Berufskrankheiten“, sagt Claudia Keil, Gewerkschaftssekretärin der IG BAU in Northeim. „Schätzungsweise ereignen sich jährlich 270 Millionen Arbeitsunfälle und circa 160 Millionen Menschen erkranken an arbeitsbedingten Krankheiten.“ Weltweit stirbt damit statistisch alle 15 Sekunden ein Arbeiter – das Emirat Katar etwa gelangt immer wieder in Schlagzeilen, weil dort im Zuge der Baumaßnahmen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 immer wieder Todesfälle zu beklagen sind.

Aber auch zu Hause in Deutschland ist das Problem nach wie vor vorhanden. Insbesondere besteht das Risiko im Baugewerbe sowie in der Land- und Forstwirtschaft: 2013 waren es dort 265 Menschen. Zwar immer noch viele, aber doch ist die Zahl der Todesfälle kontinuierlich rückläufig. „Der Arbeitsschutz ist in Deutschland gut aufgestellt“, bewertet Claudia Keil die Situation. „Aber die Ursachen für die Unfälle sind vielfältig.“ Das kann der laxe Umgang mit Sicherheitsvorschriften durch die Arbeiter selbst sein, der Grad der Informiertheit der Arbeiter oder wie viel Druck der Chef macht. „Bei größeren Betrieben wird sehr viel Wert auf Arbeitsschutz gelegt, so zum Beispiel auch bei Eurovia, die den Memorial Day unterstützt haben. In kleineren Betrieben fehlt teilweise das Wissen“, so Keil.

Sichtbare Erfolge hat der öffentliche Gedenktag auf jeden Fall gebracht, wie Keil an der Offenheit von Betrieben und fortschreitenden gesetzlichen Schutzmaßnahmen abliest. „Es geht uns darum aufmerksam zu machen, wie viele Menschen tatsächlich noch durch Arbeitsunfälle sterben. Das weiß kaum jemand. Wir haben den Tag genutzt und auf der Baustelle UV-Karten verteilt. Hält man die in die Sonne, sieht man, welchen Schutz man braucht“ – der helle Hautkrebs ist dieses Jahr als Berufskrankheit anerkannt worden.

Und weiterer Handlungsbedarf wird so schnell nicht verschwinden. „Nehmen Sie das Thema Rußpartikelfilter bei Baumaschinen. In viele Städte kommen Sie mit dem Pkw nur mit einer Umweltplakette. Für die alten Baumaschinen gilt das noch nicht. Die sind aber eine große Belastung für Anwohner und Bauarbeiter."

Von Sven Grünewald

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