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Zahl der Apotheken in Göttingen konstant

Trotz Schließungen kein Apothekensterben Zahl der Apotheken in Göttingen konstant

Die Rede vom „Apothekensterben“ macht die Runde. Auch in Göttingen. Dort stellte vor wenigen Wochen die Rats-Apotheke in der Weender Straße 30 nach 682 Jahren ihren Betrieb ein. Droht in Südniedersachsen eine Unterversorgung? In Göttingen nicht.

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Ist seit Oktober dieses Jahres geschlossen: die Rats-Apotheke in der Weender Straße 30.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Dort liegt die Zahl der Apotheken laut einer Statistik der Apothekerkammer Niedersachsen seit 2007 kontinuierlich bei 38.

Etwas anders sieht die Situation im Landkreis aus: Hier ist die Zahl von 2010 bis 2014 von 33 auf 30 zurückgegangen. Eine Konzentration – mehrere Apotheken in den Händen eines Inhabers – ist nicht festzustellen. Sieben Apotheker in Göttingen besitzen zwei Apotheken, mehr als zwei jedoch kein einziger. Statistiken über die Besitzverhältnisse im Landkreis gibt es nicht.

Insgesamt werde die wirtschaftliche Situation der Apotheken schwieriger, sagt Christian Splett, Sprecher der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Berlin: „De facto geht es den Apotheken heute schlechter als noch vor zehn Jahren“. Bundesweit sei die Zahl der Apotheken in den Jahren 2008 bis 2013 von 21 602 auf 20 662 zurückgegangen – jede  dreiundzwanzigste Apotheke (4,35%) wurde geschlossen.

Viele gehen in Rente

Auch in Niedersachsen ist laut Landesamt für Statistik die Zahl der Apotheken gesunken, und zwar von 2119 (im Jahr 2006) auf 2041 (2012). Das entspricht einem Rückgang von knapp 3,7 Prozent. Im gleichen Zeitraum ist allerdings auch die Bevölkerung um 2,5 Prozent geschrumpft, so dass von einem spürbaren Rückgang der Versorgung nicht die Rede sein kann.

Nicht abzusehen ist derzeit, welchen Einfluss die demografische Entwicklung sowie die Berufswünsche der Absolventen auf die Zahl der Apotheken nimmt.

„Es gibt in Göttingen viele Apotheken, deren Inhaber in den nächsten Jahren in Rente gehen werden“, weiß Julia Anschütz, Besitzerin der Apotheke B27 (Göttingen) und der Apotheke am Feldtorweg (Bovenden). Schon jetzt sei es nicht leicht, Filialleiter zu rekrutieren. „Ich glaube nicht, dass es einfacher sein wird, Nachfolger zu finden“.

Die Pharmazie erfreut sich indes seit Jahren steigender Beliebtheit, derzeit sind rund 14 000 Studenten in dem Studiengang eingeschrieben. Der Apothekerberuf steht bei den meisten allerdings nicht an erster Stelle – „immer mehr wollen in die Industrie“, so Johann Grünefeld, Studienfachberater an der TU Braunschweig, der einzigen Uni in Niedersachsen, an der Pharmazie gelehrt wird.

Von Hauke Rudolph

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