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Zeitarbeitsfirma will Top-Arbeitgeber werden

Branche mit schlechtem Ruf Zeitarbeitsfirma will Top-Arbeitgeber werden

Arbeitgebermarketing heißt zunächst: Reflexion über das eigene Unternehmenshandeln. Kleine und mittlere Unternehmen erzählen, was ihnen die Teilnahme am Topas-Workshop gebracht hat.

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Quelle: Hinzmann

Osterode. Nicht besonders gut ist der Ruf der Zeitarbeitsbranche. „Zu Unrecht“, meint Carsten Aßmann (47), geschäftsführender Gesellschafter der Personalmanagement Harz GmbH. Um gegenzusteuern, beteiligt sich der Unternehmer, der die Firma 2007 gegründet hat, an der Initiative Top-Arbeitgeber Südniedersachsen.

Die Osteroder Firma, die Außenstandorte in Goslar (seit 2011), Halberstadt (2014) und Göttingen (2015) hat, beschäftigt 15 Stammmitarbeiter und 450 Zeitabeitnehmer. „Unsere Kunden, 700 Firmen der Region, nutzen die Zeitarbeit seit einigen Jahren verstärkt zur Rekrutierung neuer Mitarbeiter“, beobachtet der Unternehmer. Ein Drittel der Beschäftigten gingen der PMH so im Jahr verloren. Seine Firma sei daher ständig auf Personalsuche in den vier Bereichen, Gewerbe/Technik, Kaufmännisches, Medizin und Dienstleistungen. „Wir beschäftigen Mitarbeiter von der Reinigungskraft bis zum Ingenieur“, so der Geschäftsführer.

Doch die Suche nach neuen Kollegen wird nicht nur aufgrund des demografischen Wandels und des konjunkturell bedingten hohen Beschäftigungsstandes schwerer. Veränderte Lebenseinstellungen bei der jungen Generation, so Aßmann, zwängen Unternehmer zum Umdenken. Er nennt ein Beispiel: „Wenn vor zehn Jahren der Bewerber auf eine leitende Position nach der Möglichkeit, Elternteilzeit zu nehmen, gefragt hätte, wäre das Gespräch für mich zuende gewesen.“ Heute komme er solchen Wünschen entgegen.

„Es gibt viele andere Maßnahmen, mit denen wir unsere Attraktiviät als Arbeitgeber zu steigern versuchen“, betont der Geschäftsführer. Die PMH beschäftige Mitarbeiter in Vollzeit und zahle Tariflöhne. Nach einigen Monaten in einem Unternehmen verdiene der Leiharbeitnehmer genausoviel wie die Festangestellten. Er bekomme Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Er könne sich weiter qualifizieren, etwa sich zum Gabelstaplerfahrer fortbilden.

„Bisher haben wir diese Stärken zuwenig nach außen kommuniziert“, meint Aßmann. Das hätte er durch den Topas-Prozess gelernt. Er beteilige die Mitarbeiter nun am Firmenmarketing. Sie sollten öffentlich kundtun, warum sie bei der PMH tätig seien. Verbreitet würde das unter anderem über soziale Netzwerke, die von vier Sozial-Media-Beauftragten an allen Standorten bestückt würden. „Bereits seit drei Jahren werben Mitarbeiter für uns neue Arbeitskräfte“, so der Geschäftsführer. Ein Zehntel der Neueingestellten komme bereits über diesen Weg ins Unternehmen.

Aßmann, der in Seesen aufgewachsen ist, hat unter anderem in Osterode und Göttingen als Führungskraft für einen Zeitarbeitskonzern gearbeitet. 2007 machte er sich mit seinem eigenen Unternehmen selbstständig. Nach einem guten Start geriet die Firma 2009 mit der Finanzmarktkrise in schwieriges Fahrwasser. „Wir haben es durch Innovationen und Flexibilität geschafft“, meint Aßmann. 2009 stieg Jessica Labe (34) als zweite geschäftsführende Gesellschafterin ins Unternehmen ein.

Von Michael Caspar

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