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Zufall vermeldet gutes Geschäftsjahr 2014

Neue Strategie „GUT“ Zufall vermeldet gutes Geschäftsjahr 2014

Die Zufall Logistics Group hat ein gutes Geschäftsjahr hinter sich und blickt optimistisch in die Zukunft. Wie die Geschäftsleitung auf der Bilanzpressekonferenz des Speditionsunternehmens am Dienstag mitgeteilt hat, wuchs der Umsatz um 3,7 Prozent auf 281,8 Mio. Euro (2013: 271,7 Mio.).

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 Sind mit dem Geschäftsjahr 2014 zufrieden: Jürgen Wolpert, Dr. Gerhard Müller, Michael Tillner und Peter Müller-Kronberg (v.l.).

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Der Zahl der beförderten Sendungen stieg um 3,6 Prozent auf 4,25 Mio. (2013: 4,1 Mio.). Die Zahl der Mitarbeiter (Voll- und Teilzeit) erhöhte sich um 4,2 Prozent auf 1866 (2013: 1791), wobei rund 50 der neuen 75 Arbeitsplätze in Göttingen geschaffen wurden (2013 arbeiteten hier 400, 2014 450 Mitarbeiter). Den Ertrag gibt das Familienunternehmen traditionell nicht bekannt; er sei jedoch 2014 etwas besser als 2013 und damit zufriedenstellend ausgefallen, sagte Peter Müller-Kronberg. „Wir haben unsere Planungen übertreffen können und sind mit dem Geschäftsjahr zufrieden“, zog er Bilanz.

Zur guten Geschäftslage trug besonders der Bereich Kontraktlogistik bei (plus 20,6 Prozent). Hier habe sich das Joint Venture mit Sartorius sehr gut entwickelt, wie Müller-Kronberg betonte. Stolz zeigte sich Jürgen Wolpert, dass Zufall seit Ende 2014 die weltweite Ersatzteil-Logistik für den Augsburger Industrie-Roboter-Hersteller Kuka Robotics organisiert: „Das ist ein sehr anspruchsvolles Projekt, für dessen Realisierung unser Team Ausnahmeleistungen bringt.“ Ebenfalls für Kontraktlogistik-Dienstleistungen vorgesehen ist das neue 34000 Quadratmeter große Logistik-Center, das derzeit in Hünfeld-Michelsrombach (bei Fulda) entsteht.

Auch die Nachtexpress-Dienstleistungen (plus 4,5 Prozent) sowie der Bereich Landverkehre Deutschland/Europa (plus 1,8 Prozent) entwickelten sich positiv. Rückläufig verlief hingegen das Geschäft mit Luft- und Seefracht (minus 6,3 Prozent). „Wir hatten dieses Geschäftsfeld nicht genügend im Fokus“, gab Michael Tillner zu, das werde sich ändern. Dafür seien unter anderem ein neuer Geschäftsbereichsleiter verpflichtet, ein neues Büro in Hamburg eröffnet sowie die Vertriebsaktivitäten deutlich ausgebaut worden.

Für die Zukunft habe Zufall eine neue Strategie entwickelt, erläuterte Wolpert. Ihr Kürzel „GUT“ stehe für „Ganzheitliche Unternehmensentwicklung im Team“. Sie enthalte vier Bausteine: neben „überzeugenden Logistikleistungen“ und „persönlicher Kundenbetreuung“ auch „gelebte Nachhaltigkeit“ sowie „menschliche Unternehmenskultur“. Letztere zwei Bausteine enthielten unter anderem Aktionen zur Einsparung von Ressourcen, ein betriebliches Gesundheitsmanagement, Nachwuchsförderprogramme, Kunden-Workshops sowie jährliche Kunden- und Mitarbeiterbefragungen.

Für das laufende Geschäftsjahr plant Zufall mit einem Umsatzwachstum von zwei Prozent. „Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen in Europa sind wir gut beraten, sehr konservativ zu planen“, so Müller-Kronberg.

Von Hauke Rudolph

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