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Zweiter Platz für Glasapparatebauerin

Lydia Christin Stolte Zweiter Platz für Glasapparatebauerin

„Glasapparatebauerin? Was ist denn das?“ Wenn die Göttingerin Lydia Christin Stolte ihren Beruf nennt, herrscht meistens Ratlosigkeit. „Wir stellen Apparate aus Glas für Industrie und Wissenschaft her“, erklärt die zweite Landessiegerin im Handwerk dann. Sie hat bei der Gebr. Rettberg GmbH in Göttingen gelernt.

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Glasapparatebauerin Lydia Christin Stolt.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Mir hat der Beruf auch nichts gesagt, als ich ihn im Gespräch mit der Berufsberaterin das erste Mal hörte“, erinnert sie sich. Die Schülerin machte sich damals schlau und fand Gefallen an dem seltenen Handwerk. „Glas ist ein interessanter Werkstoff“, sagt die 20-Jährige, die nach dem erweiterten Realschulabschluss bei Rettberg in der Rudolf-Wissel-Straße 17 die dreijährige Lehre begann.

„Ein Glasapparatebauer muss vor jedem Arbeitsschritt genau überlegen, was er tut“, erklärt sie. Nur zu leicht zerbreche das empfindliche Material. Ruhe, Fingerspitzengefühl und handwerkliches Geschick etwa beim Glasblasen seien notwendig.

Zudem benötigten die Apparatebauer räumliches Vorstellungsvermögen, um die Geräte etwa zum Destillieren oder Kühlen herzustellen. Das Rechnen mit Formeln müsse ihnen Freude machen. An der Arbeit bei Rettberg schätzt Stolte den Abwechslungsreichtum. Aufgrund vieler Einzelanfertigungen verlaufe in dem 25-Mann-Betrieb kein Tag wie der andere.

„Weil unser Berufsfeld so exotisch ist und die Branche schrumpft, haben wir Probleme, Auszubildende zu finden“, sagt Firmenchef Axel Rettberg (56). Sein Vater hat das Unternehmen 1958 von einem Thüringer Glasbläser übernommen. Mittlerweile ist die dritte Generation in der Firma aktiv. Rettbergs Sohn, Jan Rettberg (29), ist im Vertrieb, Tochter Inga Rettberg (27) in der Produktion tätig. Inga war 2010 Kammersiegerin.

„Dabei ist Göttingen früher eine Hochburg des Glasappartebaus gewesen“, erinnert sich Stoltes Ausbilder Mario Lütkenhaus (42). Mittlerweile sei das Handwerk deutschlandweit kaum noch vertreten. Zur Berufsschule musste Stolte sechs Mal im Jahr für zwei Wochen ins thüringische Ilmenau fahren. „Mein Jahrgang galt mit neun Glasappartebauern sogar als stark“, sagt sie.

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