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Flashmobs zum Kita-Streik in Göttingen

Aktionen am Bahnhof Flashmobs zum Kita-Streik in Göttingen

Ausgestattet mit langen Lügennasen und Gewerkschafts-Cappis ziehen seit 10 Uhr am Dienstagvormittag etwa 70 Erzieherinnen und Sozialpädagogen durch die Göttinger Innenstadt, um mit Flashmobs auf ihren laufenden Arbeitskampf und ihre Tarifforderungen aufmerksam zu machen. Auch in Northeim und Hann. Münden haben Aktionen Protestaktionen begonnen.

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Ausgestattet mit langen Lügennasen und Gewerkschafts-Cappis ziehen seit 10 Uhr am Dienstagvormittag etwa 70 Erzieherinnen und Sozialpädagogen durch die Göttinger Innenstadt.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Die Beschäftigten in kommunalen Kindergärten und Sozialdiensten befinden sich seit elf Tagen in einem unbefristeten Streik.

Sie fordern eine höhere Anerkennung ihrer Berufe inklusive mehr Gehalt. Bei ihren Flashmobs in Göttingen mit langen Pappnasen klären sie auf Postkarten und in Gesprächen Passanten über die "Lüge von den 33 Prozent" auf.

Damit weisen sie Behauptungen der Städte, Gemeinden und Kreise auf derArbeitgeberseite zurück, die Beschäftigten in den sozialen Berufen hätten 2009 eine finanzielle Aufwertung ihrer Arbeit in Höhen von 33 Prozent bekommen. Tatsächlich seien es 2,4 Prozent gewesen, sagen die Streikenden.

Flashmobs sind Überraschungsaktionen in der Öffentlichkeit, bei denen die Teilnehmer auf ein Signal hin aktiv werden und sich nach wenigen Minuten wieder ebenso spontan zurück ziehen.

Göttinger SPD unterstützt Erzieher

Die Göttinger Sozialdemokraten unterstützen die Forderung der Erzieher und Sozialarbeiter nach einer Aufwertung ihrer Berufe und mehr Gehalt. Zugleich appelliert die SPD-Basis an ihre Bundespartei und die Regierungskoalition, Bildung anders als bisher zu finanzieren. Bildung – auch schon im Kindergartenalter – sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und dürfe nicht nur zu Lasten der Kreise, Städte und Gemeinden als Arbeitgeber gehen. Mit großer Mehrheit haben die Delegierten im Göttinger SPD-Stadtverband am Montagabend eine Resolution dazu beschlossen.

 
Seit eineinhalb Wochen streiken die Erzieherinnen in kommunalen Kindergärten und Sozialpädagogen in vielen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe. Sie fordern eine größere Anerkennung ihrer Berufe und dazu eine bessere Eingruppierung in den Gehaltsstufen. Auch die Göttinger SPD ist der Ansicht, dass „die hochwertige und wichtige Arbeit“ der Beschäftigten in den sozialen Diensten „endlich angemessen gewürdigt“ werden müsse. Ihre Berufe seien mit einer hohen physischen und psychischen Belastung verbunden. Dazu kämen gestiegene Anforderungen unter anderem durch Integrations- und Inklusionsaufgaben.

 
Dem SPD-Stadtverband ist nach dem Wortlaut der Resolution „allerdings“ bewusst, dass die Kommunen mit höheren Entgelten überfordert  seien. „Notwendig“ sei eine zusätzliche und sichere Finanzierungsquelle mit Hilfe des Bundes. Das sogenannte Kooperationsverbot, das Bildung allein zur Ländersache mache, müsse aufgehoben werden – ebenso das „schädliche“ Betreuungsgeld.

 
Zuvor hatten sich bereits die Göttinger Linken solidarisch mit den Streikenden erklärt. Dabei hatten sie auch zugesagt, sich im Rat der Stadt für höhere Gehälter einzusetzen. us

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Von Redakteur Ulrich Schubert

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