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Kita-Streiks in Göttingen gehen an Pfingsten weiter

Sozialarbeiter und Erzieher sehen sich finanziell benachteiligt Kita-Streiks in Göttingen gehen an Pfingsten weiter

Auch nach dem Pfingstwochenende wollen die Erzieherinnen in kommunalen Kindertagesstätten und Sozialarbeiter in den Sozialen Diensten einschließlich Jugendhäuser weiter streiken. In Göttingen sind inzwischen fast alle 13 städtischen Kitas betroffen. Allerdings werde es mit großer Wahrscheinlichkeit in den meisten Einrichtungen eine Notgruppe geben, teilte die Stadtverwaltung mit. Nur die Kita Grone werde voraussichtlich die ganze Woche über geschlossen sein.

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Protest vor dem Neuen Rathaus in Göttingen.

Quelle: Heller

Göttingen. Unterdessen schließen sich immer mehr Erzieher vor allem in ländlichen Einrichtungen dem Arbeitskampf um mehr Anerkennung und Gehalt in den Sozialberufen an. In Duderstadt werden ab kommender Woche bereits drei Kindergärten bestreikt. Und die Streikenden bekommen immer mehr Unterstützer. Nach anderen Parteien und vielen Eltern forderte jetzt die Grüne Jugend Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) auf, sich in seiner Bundespartei für die Ziele der Erzieher einzusetzen. Und das Göttinger „Bündnis für gute Sorgearbeit und Geschlechtergerechtigkeit“ bereitet eine Demo mit Kulturfest vor: am Sonnabend, 30. Mai, um 15 Uhr am Göttinger Kornmarkt und ab 16 Uhr auf dem Nikolaikirchhof.

 
Die Erzieher und Sozialpädagogen befinden sich seit mehr als zwei Wochen in einem unbefristeten Streik. Sie fordern eine Aufwertung ihrer Berufe, unter anderem um mehr Männer für diese Tätigkeiten zu motivieren und um einem zunehmenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Sie fordern auch eine Anerkennung ihrer Leistung, die stetig steigenden Anforderungen gerecht würden. Und sie fordern mehr Geld.

 
Die meisten Beschäftigten in der Kinder- und Jugendhilfe haben Sozialpädagogik studiert. Die Kita-Erzieherinnen werden in der Regel drei bis vier Jahre an Berufsfachschulen ausgebildet. Bezahlt werden die Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten im öffentlichen Dienst nach einer eigenen Entgelttabelle. Danach bekommt eine Erzieherin (S6) in den ersten Berufsjahren monatlich brutto etwa 2600 Euro, nach etwa sieben Jahren knapp 2950 Euro und nach 17 Jahren knapp 3300 Euro. Ein Bautechniker mit vergleichbarer Schul- und Ausbildungszeit steigt laut Verdi bereits mit einem Grundentgeld in Höhe von 2900 Euro ein.

 
Sozialarbeiter verdienen nach der Tabelle nach einem Jahr gut 2990 Euro, nach sieben Berufsjahren 3500 Euro und nach 17 Jahren 3960 Euro. Ein Bauingenieur mit Studium verdient nach einem Jahr 3350 Euro, nach 17 Jahren knapp 4730 Euro. Die Angaben für den Sozialbereich haben allerdings einen Haken: Sie beziehen sich auf volle Stellen. Die weitaus meisten Erzieher und Sozialarbeiter sind aber in Teilzeit beschäftigt – mit entsprechenden Einbußen. Und ihnen werden kaum Vollzeitstellen angeboten.

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