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„Der Mensch will doch immer schön sein“

Serie „200plus“ / Teil 2 „Der Mensch will doch immer schön sein“

Die Georg-August-Universität Göttingen feiert ihr 275-jähriges Bestehen. Das haben die Inhaber der ältesten Göttinger Geschäfte zum Anlass genommen, die Aktion 200plus zu initiieren. Ein gutes Dutzend Unternehmen können auf eine mehr als 200-jährige Geschichte zurückblicken. Das Tageblatt stellt sie vor. Heute: Salon Müller.

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Handwerker aus Leidenschaft: Friseurmeister Axel Müller in seinem 1793 gegründeten Betrieb.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Theo Wurm zum Rasieren, erzählt Axel Müller. Der Friseurmeister weiß von seinem Vater, dass der Tageblatt-Chef von Gegenüber die Dienstleistungen der Friseurmeister Müller zu schätzen wusste. Auch andere Göttinger Größen ließen sich in der Prinzenstraße Haare schneiden, Dauerwellen legen und zu Gründerzeiten Perücken machen.

75 Prozent Stammkunden hat Friseurmeister Axel Müller auch heute noch, wenngleich Nassrasur und Perücken weniger zum täglichen Geschäft zählen. „In unserem Beruf ist jeden Tag Veränderung“, erklärt Müller und weiß aus Erfahrung: „Man muss sehr wach sein.“ Sonst, so ist sich der gebürtige Göttinger sicher, „hätten wir nicht Generationen überlebt.“ Glück haben die Müllers auch gehabt, räumt er ein. Früher sei immer ein Sohn da gewesen, der das Geschäft weitergeführt hat.

Das Geschäft von August Hilke: Von 1793 bis 1907 in der damaligen Buchstraße 10 (heute Netto), der heutigen Prinzenstraße 13.

Quelle:

Für ihn sei die Familientradition kein Problem gewesen: „Ich wollte immer Friseur werden.“ Bei Vater Adolf war es anders. Als dessen Vater im Krieg war, musste der Sohn ran, ob er wollte oder nicht. So war das damals. Axel Müller, der, so glaubt er, der letzte Müller im Salon sein wird (er hat keine Kinder), ist Friseur mit Leib und Seele. Der 44-Jährige ist jeden Tag im Geschäft in der Prinzenstraße 8, steht seinen 31 Mitarbeitern zur Seite, macht alle Arbeiten auch selbst – Schneiden, Färben, Fönen.

Sein Handwerk hat er bei Heinz Meyer in Hann. Münden gelernt, dessen Salon er 1989 übernommen, aber im Juni dieses Jahres an die Mitarbeiter übergeben hat. Das väterliche Geschäft in Göttingen hat Müller 1995 übernommen.

Eine Mio. DM habe er damals in die Hand genommen, um das Geschäft von Grund auf zu modernisieren. Damals sei man für die Zeit des Umbaus in die Weender Straße  ausgezogen, erinnert sich Müller, den offensichtlich nichts erschüttern kann. Er blickt gelassen in die Zukunft und ist optimistisch, was sein Handwerk angeht: „Der Mensch will doch immer schön sein“, sagt er. „Friseure wird es immer geben.“ Vor allem Inhaber geführten Salons. Da kennt der Chef seine Mitarbeiter, „und der Kunde ist keine Nummer.“

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Die Georg-August-Universität Göttingen feiert ihr 275-jähriges Bestehen. Das haben die Inhaber der ältesten Göttinger Geschäfte zum Anlass genommen, die Aktion 200plus zu initiieren. Ein gutes Dutzend Unternehmen können auf eine mehr als 200-jährige Geschichte zurückblicken. Das Tageblatt stellt sie vor. Heute: Wiederholdt.

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