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Bahnstreik endet - aber die Einschränkungen gehen weiter

Auswirkungen bleiben spürbar Bahnstreik endet - aber die Einschränkungen gehen weiter

Der Lokführerstreik geht zu Ende, doch seine Auswirkungen bleiben spürbar: Reisende müssen mit massiven Verspätungen rechnen. Zwar nehmen die Lokführer um 4.00 Uhr die Arbeit wieder auf - für die Pendler aber ist die Geduldsprobe noch nicht vorbei.

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Der Lokführerstreik geht zu Ende, doch seine Auswirkungen bleiben spürbar.

Quelle: Spata/dpa (Symbolfoto)

Hannover. Der bundesweite Streik der Lokführer endet auch in Niedersachsen am Donnerstag um 4.00 Uhr. Aber selbst danach ist für einige Stunden mit Verspätungen und sogar Zugausfällen zu rechnen. Ohnehin brauchen Reisende in Niedersachsen und Bremen derzeit Geduld: Ab mittags wollten die Kapitäne der Lufthansa-Tochter Germanwings bundesweit für zwölf Stunden die Arbeit niederlegen.

Die Lokführergewerkschaft GDL sprach von einer sehr guten Streikbeteiligung, allein am Hauptbahnhof Hannover als Verkehrsknotenpunkt seien am Mittwoch 80 Prozent der Züge betroffen gewesen. Und schon vor dem Start sorgte der Lokführerstreik für Ärger und Verspätungen: Etliche Fern- und Nahverkehrszüge fielen aus. Viele Berufstätige mussten kurzfristig umplanen und Termine absagen. "Sehr überrascht" sei die Gewerkschaft vom frühen Notfallfahrplan gewesen, sagte Erik Rust von der GDL Hannover.

Er sprach von großer Verärgerung der Kunden, die extra beizeiten und mit frühen Zügen gefahren seien. Die Gewerkschaft hatte zu dem Streik aufgerufen, sie will damit fünf Prozent mehr Geld und zwei Stunden weniger Wochenarbeitszeit durchsetzen. Viele Pendler versuchten, per Bahn zumindest möglichst nah an ihr Ziel zu gelangen, um sich dann mit dem Auto abholen zu lassen.

Dennoch wurde Verständnis für den Streik geäußert: "Ich habe volles Verständnis, die können ruhig weiterstreiken", sagte Dimitra Kirou. Nach Angaben der Deutschen Bahn gab es vor allem im Regionalverkehr starke Einschränkungen. Auch die S-Bahn in Hannover war betroffen. Etliche Kunden wichen auf die Eisenbahngesellschaften Metronom und Nordwestbahn aus, die nicht bestreikt wurden. Die Züge dieser Linien stoppten etwa im Großraum Hannover außerplanmäßig an vielen Haltestellen.

dpa

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Nachwirkungen

Zwar wurde der zweitägige Streik der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) bereits am Montagfrüh, 20. Oktober, um 4 Uhr beendet, aber die Auswirkungen des Ausstands zogen sich für Südniedersachsen bis in in den späten Montagmorgen hin. Von 10 bis 11 Uhr waren so gut wie alle Züge der Deutschen Bahn AG verspätet unterwegs.

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