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Lokführer streiken von Mittwoch bis Montag

Tarifstreit bei der Bahn Lokführer streiken von Mittwoch bis Montag

Bahnfahrer müssen sich auf einen neuen Streik einstellen. Die Gewerkschaft GDL hat die Lokführer ab Mittwoch zu einem viertägigen Ausstand bis Montagfrüh aufgerufen.

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Quelle: dpa

Berlin. Die Lokführergewerkschaft GDL will die Deutsche Bahn erneut bestreiken. Zunächst werde ab Mittwoch 15 Uhr die Arbeit im Güterverkehr niedergelegt, teilte die Gewerkschaft am Dienstag mit. Ab Donnerstag 2 Uhr werde auch der Personenverkehr bestreikt. Beide Streiks sollen am Montagmorgen um 4 Uhr enden. Es ist der inzwischen sechste Streik im laufenden Tarifkonflikt und der längste seit Gründung der Deutschen Bahn AG im Jahr 1994. Der vorerst letzte Ausstand vor rund zwei Wochen hatte im Güter- und Personenverkehr 60 Stunden gedauert.

Die GDL begründete die geplante Arbeitsniederlegung mit der Weigerung der Bahn, über einen eigenständigen Tarifvertrag auch für Berufsgruppen zu verhandeln, die nicht Lokführer sind. Ein Einigungsversuch beider Seiten war am Sonntag gescheitert. Anschließend hatte die GDL weitere Arbeitskämpfe angekündigt, jedoch zunächst kein Datum dafür genannt. Nach Darstellung der Bahn war eine Vereinbarung, wonach die GDL einen eigenständigen Tarifvertrag für Zugbegleiter erhalten sollte, am Sonntag fast schon unterschriftsreif. Die GDL-Spitzengremien lehnten den Vorschlag jedoch ab. Letztlich wäre die Verhandlungsmacht für die Zugbegleiter bei der konkurrierenden Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) geblieben, lautete die Begründung.

GDL-Streik

Die GDL hat die Lokführer erneut zu einem viertägigen Ausstand aufgerufen. Ist ein so langer Streik gerechtfertigt?

Bahnchef Rüdiger Grube hatte am Dienstagvormittag zur Besonnenheit gemahnt. "Unsere gewachsene Sozialpartnerschaft ist ein hohes Gut", sagte Grube beim Arbeitgebertag in Berlin, wenige Stunden vor der GDL-Ankündigung. Grube betonte, mit der Lokführergewerkschaft GDL wieder ins Gespräch kommen. "Wir werden alles machen, vielleicht auch das, was nicht immer alles in der Öffentlichkeit bekannt ist, um die Gespräche vorzuführen", sagte er. "Wir müssen alle uns ständig unserer sozialen Verantwortung auch in der Sozialpartnerschaft gerecht werden, und ich bitte alle - dazu gehören wir genauso - an den Verhandlungstisch." Am Montag hatte die GDL nach Geheimverhandlungen einen Tarifvertragsentwurf der Deutschen Bahn abgelehnt und dem Staatskonzern ein Diktat vorgeworfen.

frs/afp/dpa/rtr

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