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Der neue RND-Newsroom beliefert auch das Göttinger Tageblatt

Im Herzen des Netzwerks Der neue RND-Newsroom beliefert auch das Göttinger Tageblatt

Um den inoffiziellen Kosenamen wird redaktionsintern noch gerungen. Von der „blauen Lagune“ ist die Rede, vom „Kreisel von Hannover“, vom „Circle in the S quare“, sogar vom „Ring of Fire“. Die kreisrunde Form der neuen Nachrichtenzentrale der Madsack Mediengruppe beflügelt nicht nur die Phantasie derjenigen, die dort arbeiten werden. Vorerst aber bleibt der neue Newsroom das, was er ist: „Der Newsroom“.

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„Ohne guten Journalismus würde Madsack seine Seele verlieren“: Madsack-Chef Thomas Düffert (re.) erklärt vor der neuen Videowand das Prinzip des RND – Kräfte bündeln, um die Qualität zu steigern.

Hannover. Dass die Medienbranche die Entwicklungen des einst eher lokal operierenden Medienhauses Madsack inzwischen mit erheblichem Interesse verfolgt, zeigte schon die Gästeliste bei der Eröffnung des neuen journalistischen Herzens am Dienstagabend im achten Stock des Verlagsgebäudes in Hannover:

Von „Spiegel“-Chef Wolfgang Büchner bis zu „Focus“-Chef Ulrich Reitz, von den Chefredakteuren Carsten Erdmann („Berliner Morgenpost“), Frank Niggemeier („Hamburger Morgenpost“) und Lars Haider („Hamburger Abendblatt“) über NDR-Hörfunkchef Joachim Knuth und NDR-Landesfunkhausdirektor Arno Beyer bis zu Forsa-Geschäftsführer Manfred Güllner hatten diverse Erstliga-Medienmacher das Bedürfnis, Madsacks auch architektonisch rasante Antwort auf die Veränderungen der Medienwelt live und in Farbe zu erleben.

Kosten runter, Qualität rauf – das ist die Idee des Netzwerks

Der Grund für die professionelle Neugier ist schnell gefunden: Beim Versuch, die regionale Stärke seiner Zeitungstitel zu fördern, die überregionalen Inhalte zu bündeln und gleichzeitig weder die journalistische Substanz noch die Meinungsvielfalt zu gefährden, wählte der Verlag einen Weg, der in dieser Form bisher ein Pionierprojekt in Deutschland ist.

Keine reine Kommandobrücke soll der neue Newsroom sein, sondern ein qualitätssichernder „Newshub“, der keine Einbahnstraße bleibt. Im Newsroom koordinieren 45 Redakteure des vor einem Jahr gegründeten RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) – organisiert in den vier Teams Aktuelles (überregionale Politik und Wirtschaft), Leben (Medien, Kino, Ratgeber und Aus aller Welt), Sport (überregionaler Sport) und Weekly (Reise, Wohnen, Auto, Beruf) – Inhalte für ein Netzwerk von inzwischen 35 Zeitungstiteln mit einer Gesamtauflage von 1,3 Millionen Exemplaren und bis zu 3,5 Millionen Lesern.

Zu den Zeitungen, die vom RND maßgeschneiderte Mantelseiten bekommen, gehören unter anderem die Leipziger Volkszeitung, das Göttinger Tageblatt, die Schaumburger Nachrichten, die Peiner Allgemeine Zeitung und die Wolfsburger Allgemeine Zeitung. Unterschiedliche Gewichtungen, Themensetzungen und Regionalisierungen sind  auf den Seiten für die einzelnen Abnehmer nicht nur möglich, sondern sogar ausdrücklich erwünscht.

Thomas Düffert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Madsack Mediengruppe, bekannte sich bei der Eröffnungsparty ausdrücklich zum Qualitätsjournalismus und versicherte: „Wir meinen das wirklich ernst.“ Das Medienhaus lebe „von der Sprache, der Ausdruckskraft, der Kreativität unserer Journalisten“. Denn „ohne guten Journalismus würde Madsack tatsächlich seine Seele verlieren“.

Ministerpräsident lobt die Innovationskraft des RND

Für die Mediengruppe sollten diejenigen Redakteure und Autoren ein Thema bearbeiten, die sich am besten auskennen. „Das senkt nicht nur die Kosten, sondern noch viel wichtiger: Das steigert auch die Qualität.“ Die örtlichen Redaktionen könnten sich dann auf lokale und regionale Berichterstattung konzentrieren. „Durch die Bündelung der überregionalen Inhalte wollen wir unseren Partnern den Rücken frei halten“, sagte RND-Chefredakteur Matthias Koch.

Bei Sashimi von gebeiztem Rinderfilet und gefüllten Roastbeefröllchen ließen sich 200 Gäste, darunter auch Scorpions-Sänger Klaus Meine, RND-Kolumnist Waldemar Hartmann und Bettina Wulff, die Feinheiten des Medienschaffens erklären. Anerkennung für den Madsack-Ansatz kam von allen Seiten: Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil würdigte die Zentralredaktion als „eine innovative und interessante Antwort auf die großen Herausforderungen, vor denen alle Zeitungsverlage stehen“.

Das RND stelle sich dem drohenden Verlust von Meinungsvielfalt und Qualität entgegen. „Wird Ihr Beispiel Schule machen? Ich bin gespannt.“ Außenminister Frank-Walter Steinmeier erklärte in einer Videobotschaft, der neue Newsroom „stärkt vor allem das medienpolitische Profil“. Und „Berliner Morgenpost“-Chefredakteur Carsten Erdmann nannte das Projekt „spannend und modern – ein Konzept, auf das andere Medienhäuser interessiert schauen“.

Hier schlägt das Herz des RND

Aus dem neuen Newsroom der Madsack Mediengruppe in Hannover wird auch das Göttinger Tageblatt beliefert

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