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Göttinger K-Town droht das Aus

Karstadt will sechs Häuser schließen Göttinger K-Town droht das Aus

Natürlich wird es tiefe Einschnitte geben und natürlich wird es sich nicht vermeiden lassen: Der angeschlagene Warenhauskonzern Karstadt will nach einem Medienbericht sechs Häuser schließen. 

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Karstadt muss unrentable Standorte womöglich sogar schließen. Doch die Mitarbeiter haben ein Anrecht darauf, zu wissen, woran sie sind. 

Quelle: Caroline Seidel

Essen. Zwei Monate nach dem Eigentümerwechsel bei Karstadt stehen nach Medienberichten erste Einschnitte bei dem Warenhauskonzern bevor. Nach Informationen der Tageszeitung „Die Welt“ und des Internetportals „derwesten.de“ sollen sechs Häuser des Krisenkonzerns geschlossen werden. Neben zwei klassischen Kaufhäusern in Hamburg-Billstedt und Stuttgart seien auch die auf junge Mode spezialisierten Karstadt-Ableger „K-Town“ in Göttingen und Köln sowie Schnäppchenmärkte des Konzerns in Paderborn und Frankfurt/Oder betroffen, hieß es in den Berichten übereinstimmend. Das Unternehmen war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Laut „Welt“ sollen von den Schließungen bis zu 400 der insgesamt 17 000 Arbeitsplätze im Unternehmen betroffen sein. Weitere Einzelheiten aus der Sitzung drangen zunächst nicht an die Öffentlichkeit. Die Sitzung dauerte am späten Donnerstagabend noch an.

Nach Medienberichten sollte ein weiteres wichtiges Thema die Neubesetzung des seit drei Monaten vakanten Karstadt-Chefsessels sein. Einziger Kandidat für den derzeit wohl schwierigsten Job im deutschen Einzelhandel war den Berichten zufolge der bisherige Karstadt-Aufsichtsratschef Stephan Fanderl.

Die Gewerkschaft Verdi hatte bereits vor der Sitzung Klarheit über die Besetzung der Spitzenposition und die künftige Strategie gefordert. "Wir wollen wissen, wo der Kurs des Unternehmens hingehen soll", sagte Arno Peukes, der für Verdi im Aufsichtsrat sitzt, dem Berliner "Tagesspiegel" (Donnerstag). "Bei dem bisherigen Sanierungskonzept fehlt uns die Zukunftsperspektive." Karstadt-Eigentümer René Benko signalisierte unterdessen einem Medienbericht zufolge erneut Interesse an einer Übernahme der Warenhauskette Kaufhof. Der Kaufpreis solle bei 2,5 Milliarden Euro bis 2,7 Milliarden Euro liegen, schrieb die "Lebensmittel Zeitung" am Donnerstag unter Berufung auf Insider. Konkrete Verhandlungen über einen Verkauf der Metro-Tochter hätten jedoch noch nicht begonnen.

Ein Sprecher des österreichischen Benko-Unternehmens Signa wies die Meldung allerdings zurück. „Der Bericht entbehrt jeder Grundlage. Die Signa konzentriert sich zusammen mit dem Management von Karstadt voll und ganz auf das Sanierungs- und Zukunftsprogramm für die Karstadt Warenhaus GmbH“, erklärte Signa-Sprecher Robert Leingruber.

Die auf Immobiliengeschäfte spezialisierte Finanzgruppe Signa hatte in der Vergangenheit schon einmal Interesse an einer Übernahme des Karstadt-Konkurrenten Kaufhof bekundet. Der Kaufhof-Mutterkonzern Metro lehnte eine Stellungnahme zu „Marktgerüchten und Spekulationen“ ab. Metro sei mit Galeria Kaufhof „sehr zufrieden“. „Wir haben immer betont, dass die Bedingungen für einen möglichen Erwerb des Kaufhofs neben einem angemessenen Preis und einer soliden Finanzierung auch eine langfristige Zukunftsstrategie sein muss“, hieß es in der Stellungnahme.

Bereits bei seiner vorigen Sitzung im September hatte der Karstadt-Aufsichtsrat die Weichen für einen harten Sanierungskurs gestellt. 

dpa

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