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Rossmann plant mit gut 8 Prozent Umsatzplus

Auch 2015 kein zweistelliges Wachstum Rossmann plant mit gut 8 Prozent Umsatzplus

Die Drogeriemarktkette Rossmann traut sich auch für das laufende Jahr kein zweistelliges Wachstum zu. 2015 plant die Gruppe mit einem Umsatzziel von mehr als 7,8 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Burgwedel bei Hannover mitteilte.

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Die Drogeriemarktkette Rossmann traut sich auch für das laufende Jahr kein zweistelliges Wachstum zu.

Quelle: Holger Hollemann

Burgwedel. Bei der Drogeriemarktkette Rossmann ist die jahrelange Erfolgsserie mit zweistelligen Wachstumsraten endgültig abgerissen. Der Branchenriese aus Burgwedel plant auch für das laufende Jahr nur mit gut 8 Prozent Umsatzplus, wie die hierzulande nach dm größte Drogeriekette am Mittwoch in Burgwedel mitteilte.

Bis 2013 hatte Rossmann 16 Jahre in Folge zweistellig zugelegt. 2014 stiegen die Erlöse der Gruppe dann nur noch um knapp 9 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. 2015 sollen 7,8 Milliarden Euro zusammenkommen.

Auch mit dem jüngsten Dämpfer liegt Rossmann noch immer auf einem hohem Niveau und treibt das aggressive Expansionstempo weiter voran. Allein in Deutschland sollen im laufenden Jahr 155 neue oder grundsanierte Märkte dazukommen. Mit den Auslandstöchtern, allen voran im zweitgrößten Markt Polen, seien 340 Neueröffnungen geplant.

„Wir sind wirklich zufrieden. Es war ein fantastisches Jahr“, sagte Firmengründer und Seniorchef Dirk Roßmann. Zum Gewinn macht das als GmbH firmierende Familienunternehmen stets nur vage Angaben. Finanzchef Peter Dreher sagte, auch 2014 habe die Ebit-Marge - also das Verhältnis des Gewinns vor Zinsen und Steuern zum Umsatz - bei „über 4 Prozent“ gelegen. Zum Überschuss äußert sich Rossmann nie. Laut Bundesanzeiger, wo der Nachsteuergewinn verzögert erscheint, waren 2013 gut 185 Millionen Euro zusammengekommen - 9 Prozent mehr als 2012.

Bei dem großen Zukunftsthema der Branche, dem Online-Verkauf, bremst Rossmann weiterhin. Das Grundproblem, die Mini-Margen der im Netz georderten Produkte mit ihren Logistikkosten, sei ungelöst, sagte Roßmann. Mit Büchern oder Wein verhalte es sich nun einmal anders als mit Babywindeln oder Kaffee. Rossmann schreibt mit seiner Online-Tochter pro Jahr rund eine Million Euro Verlust.

Der größte Rossmann-Konkurrent dm holt dagegen zum großen Schlag aus: Nach langem Zögern und einem gescheiterten Versuch mit Amazon traut sich der deutsche Branchenprimus mit einem eigenen Online-Shop in die digitale Welt. Diese Woche gab dm in Karlsruhe bekannt, im Frühsommer mit nahezu seinem gesamten Sortiment ins Netz zu gehen.

Zuversichtlich ist Dirk Roßmann für das Türkeigeschäft, das 2013 noch 5,5 Millionen Euro Verlust einfuhr, 2014 aber nur noch 2,3 Millionen Euro. „In zwei Jahren“ soll die Gewinnschwelle kommen, sagte Roßmann. Mit 32 Läden ist die Türkei nach Polen mit schon gut 1000 Filialen, Ungarn (185) und Tschechien (121) die viertgrößte Auslandstochter.

Der Rossmann-Konzern: Von Drogeriewaren über Milch bis Schülerhilfe

Von A wie Antifaltencreme bis Z wie Zahnpasta: Mit Artikeln dieser Art verbinden Kunden die Drogeriemarktkette Rossmann. Doch der Konzern ist weitaus breiter gefächert. Unternehmensgründer Dirk Roßmann sagt: „Rossmann ist viel mehr: Es gibt zum Beispiel die Deutsche Beteiligungs AG, einen SDax-Wert. Daran halte ich über 25 Prozent.“ Und die Liste geht noch weiter: An Schwälbchen, einem Hersteller von Molkereiprodukten, sowie am Chemiekonzern Simona AG ist Roßmann mit jeweils 10 Prozent beteiligt. Bei der Beteiligungsgesellschaft GBK sind es 29,9 Prozent.
„Indirekt habe ich sogar etwas mit der Schülerhilfe zu tun - denn die gehört zur Deutschen Beteiligungs AG“, erklärt Roßmann. Auch an dem Fußball-Bundesligisten Hannover 96 besitzt er über eine Holding Anteile.

dpa

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Verluste bei Türkei-Tochter

Die Drogeriemarktkette Rossmann hat in der Türkei und beim Onlinehandel Verluste in Millionenhöhe erlitten. Die Türkei-Tochter verbuchte 5,5 Millionen Euro Fehlbetrag, und die Rossmann Online GmbH schrieb gut eine Million Euro Verlust, wie aus der Konzernbilanz für 2013 hervorgeht.

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