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So tröstet Samsung die „Galaxy“-Kunden

Geschenkkarten und Gutschriften So tröstet Samsung die „Galaxy“-Kunden

Wie gewinnt man nach dem Mega-Debakel das Vertrauen der Kunden zurück? Der „Galaxy Note 7“-Hersteller Samsung setzt nach dem Produktions- und Verkaufsstopp auf Gutschriften und Geschenkkarten – die sich pro Land gewaltig unterscheiden.

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Ein Samsung-Kunde bei der Rückgabe eines Galaxy-Note-7 in einem Verkaufsladen in Seoul.

Quelle: YONHAP

Seoul. Der Technologiekonzern Samsung bietet seinen Kunden in Südkorea wahlweise die Erstattung des Kaufpreises oder ein neues Smartphone, wenn sie ihr explosionsgefährdetes Galaxy Note 7 zurückgeben. Lässt sich ein Kunde den Kaufpreis erstatten, bekommt er eine Geschenkkarte in Höhe von umgerechnet 24 Euro, teilte Samsung mit.

US-Kunden bekommen mehr

Entscheidet ein Kunde sich dagegen für ein neues Smartphone aus dem Hause Samsung, erhält er ein Guthaben für die Handyrechnung in Höhe von umgerechnet 56 Euro. Der südkoreanische Elektronikgigant hofft, die Geschädigten so als Kunden behalten zu können.

Auch in den USA sollen Kunden, die Samsung treu bleiben, belohnt werden. Sie sollen eine Gutschrift von 100 Dollar (etwa 90 Euro) bekommen, wenn sie sich für ein anderes Samsung-Modell entscheiden.

Für den Rückruf in Nordamerika dehnte Samsung die Aktion auf sämtliche Austauschgeräte aus, die eigentlich als sicherer Ersatz für die erste Version angeboten worden waren. Samsung habe 96 Berichte über überhitzte Akkus in Note-7-Geräten in den USA erhalten – einschließlich 23 neuer Berichte seit der Rückruf-Ankündigung am 15. September, teilte die US-Verbraucherschutzbehörde (CPSC) mit.

Börsenverlust von zeitweise 20 Milliarden Euro

Am Dienstag hatte Samsung wegen anhaltender Probleme mit dem Akku die Notbremse gezogen und die Produktion des Galaxy Note 7 komplett eingestellt. Allein die Kosten für Rückholaktionen werden auf umgerechnet mehr als 1,6 Milliarden Euro geschätzt .Als Folge verlor die Samsung-Aktie binnen drei Tagen ein Zehntel ihres Wertes – etwa 20 Milliarden Euro.

Am Donnerstag endete die Talfahrt bereits, die Aktie schloss mit 1,4 Prozent im Plus. Für die US-Ratingagentur Fitch ist der Alptraum für Samsung damit aber noch nicht vorbei: Experten glauben, dass der einhergehende Imageschaden ein letztlich größeres Risiko für die Kreditqualität darstellen als die finanziellen Auswirkungen durch Rückrufe und Produktionsstopp.

Experten sehen „Schwächen im Entwicklungsbereich“

„Die Probleme mit dem Flaggschiff-Modell haben Schwächen im Entwicklungsbereich und bei der Fähigkeit des Unternehmens aufgedeckt, die ernsten Hardware-Fehler in den Griff zu bekommen“, kommentierten die Analysten von Fitch Ratings.

Allerdings sei es unwahrscheinlich, dass die Pannenserie beim Note 7 die gute Bonitätsnote A+/stabil von Samsung gefährde. Der Konzern verfüge über hohe Geldreserven von 73,2 Billionen Won (etwa 59 Mrd Euro) und eine starke Bilanzstruktur. Fitch warnte aber, durch die Probleme könnten Käufer des Note 7 oder potenzielle Kunden auf Geräte von Apple – Samsungs stärkstem Konkurrent bei Premium-Modellen – oder anderer Anbieter umsteigen.

Von dpa/afp/RND/zys

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