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Weniger Privat- und Unternehmensinsolvenzen

Meistens Einzelunternehmer betroffen Weniger Privat- und Unternehmensinsolvenzen

2015 sind in Niedersachsen 15869 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt worden – ein Rückgang im Vergleich zu 2014 um 4,8 Prozent. In Südniedersachsen fiel die Bilanz gemischt aus: In Göttingen und Northeim sanken die Zahl der Unternehmensinsolvenzen, in Osterode stieg sie an.

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Die meisten Firmeninsolvenzen – landesweit 46,8 Prozent – stammen von Unternehmen, die keine Beschäftigte haben.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Das Gros der Anträge stellten jedoch Verbraucherinsolvenzen von Privatpersonen mit 70,7 Prozent aller Insolvenzverfahren, doch sind diese in Summe wiederholt zurückgegangen. Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen aus den Verbraucherinsolvenzen summierte sich auf über 452 Mio. Euro. Pro Verfahren bedeutet dies Außenstände in Höhe von 40320 Euro.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sinkt ebenfalls seit 2009 kontinuierlich. Doch nicht allen Anträgen wird entsprochen: Eine Ablehnung mangels Masse gab es in etwas über einem Viertel aller Fälle. Durch die Unternehmensinsolvenzen waren knapp 11000 Arbeitsplätze gefährdet.

Die meisten Firmeninsolvenzen in Südniedersachsen gab es in Göttingen mit 60 beantragten Insolvenzverfahren. Etwa ein Drittel der betroffenen Betriebe stammt aus den Bereichen Handel und Kfz, ein Viertel aus Bereich Freiberufliche sowie wissenschaftliche und technische Dienstleistungen und noch eine Häufung aus dem Baugewerbe. Auch in Northeim gibt es eine Häufung der Insolvenzen im Bereich Handel und Kfz.

In Osterode hingegen kamen die meisten Insolvenzen aus dem Baubereich – was allerdings in Summe „nur“ vier Unternehmen sind. Die teils geringen Fallzahlen erklären auch die mitunter starken Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang der Unternehmensinsolvenzen von 19,2 Prozent in Northeim kommt durch nur fünf Insolvenzverfahren zustande.

Die meisten Firmeninsolvenzen – landesweit 46,8 Prozent – stammen von Unternehmen, die keine Beschäftigte haben. „Momentan sind die Finanzierungskonditionen durch die niedrigen Zinsen sehr günstig, daher ist die Gesamtlage auch etwas entspannter“, so Jens Wellbrock, Geschäftsführer der Renneberg Consulting. Dennoch verhalte es sich gerade mit Unternehmensgründungen so, dass nach drei Jahren nur noch etwa 50 Prozent der Unternehmen überhaupt noch am Markt seien.

„Unternehmer sind sehr pfiffig, wenn es um ihre Geschäftsidee geht, aber sie haben oft nicht die Muße, das Wissen oder die Mittel, um eine kurz- bis mittelfristige Finanzplanung aufzustellen und damit einer Insolvenz vorzubeugen“, so Heinrich Kottik, Wirtschaftsprüfer der Kanzlei Renneberg und Partner, über die besonderen Schwierigkeiten von Klein- und Kleinstunternehmern. Dabei lasse sich die Überlebenswahrscheinlichkeit etwa mit einem professionellen Finanzmanagement erhöhen. Aber ebenso könnten sich Bauchentscheidungen von Einzelpersonen negativ auswirken.

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