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Messerstecherei

Familiendrama: Zustand des Kindes noch kritisch

Der Zustand des fünfjährigen Jungen, der am Sonnabend durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt worden ist, ist noch kritisch. Das bestätigte gestern der Sprecher des Universitätsklinikums, Stefan Weller. Von dem mutmaßlichen Täter fehlt weiterhin jede Spur.

Flüchtig: Bajrami 

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Das Kind wird auf der Intensivstation des Klinikums betreut. Ob es jemals wieder ganz gesund wird, sei unklar. Die 24-jährige Mutter ist aber offenbar über den Berg, bei ihr bestehe keine Lebensgefahr mehr. Weller: „In den nächsten Tagen kann sie die Intensivstation verlassen.

Mutter und Sohn waren am frühen Sonnabendmorgen in ihrer Wohnung auf dem Holtenser Berg von dem 20-jährigen Ex-Freund der Mutter – dem Serben Elvir Bajrami – überfallen, mit einem Messer attackiert und schwer verletzt worden (Tageblatt berichtete). 

Die beiden Opfer gehören einer deutschen Sinti-Großfamilie an. Der mutmaßliche Vater des Kindes gehört einem serbischen Roma-Clan an, der wiederum mit der Familie des Täters verwandt ist. Angehörige der beiden Opfer versammelten sich am Sonnabend im Klinikum. Laut Weller blieb es dort ruhig, er habe aber „viele besorgte Gesichter“ gesehen, so der Kliniksprecher. 

Auf der Tageblatt-Homepage kommentierten etliche Bekannte des Opfers und andere Leser die Bluttat. So schreibt „eine Bekannte“: „Ich möchte nicht in seiner Haut stecken, wenn sie ihn kriegen,  dann wünscht er sich, das er sie nie gekannt hat, denn das wird sein Ende sein...“. Neben Wut ist es vor allem Trauer, die die Menschen bewegt. Ein Eintrag von Nese Y.: „Wie kann man das einen kleinen Jungen antun? Die Mutter kenne ich gut, auch wenn wir im Moment nicht reden, soll sie wissen, dass ich für sie bete ...“

Die Staatsanwaltschaft erließ gegen Elvir Bajrami europaweiten Haftbefehl. Die Ermittler wissen zwar nicht, ob sich der 20-Jährige überhaupt aus der Region oder aus Deutschland abgesetzt hat, haben aber eine Fahndung „auf allen denkbaren Kanälen“ in Gang gebracht, erklärt Polizeisprecherin Jasmin Kaatz. Auch internationale Polizeibehörden seien beteiligt. Über Einzelheiten der Fahndung macht die Polizei keine Angaben.

Blick nach Serbien

In besonderem Blickpunkt steht dabei Serbien, das Herkunftsland des Tatverdächtigen. Zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Serbien besteht ein Auslieferungsabkommen.

Von Britta Bielefeld und Matthias Heinzel


  • Sinti, Roma Tim Rupp – 09.06.09
    weiß aber trotzdem wurden beide z.B. im Holocaust als "Zigeuner" bezeichnet Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Familiendrama: Zustand des Kindes noch kritisch Sinti, roma – 09.06.09
    Der täter war kein serbe es steht nur so in sein pass, er ist ein Roma aus den Kosovo und Roma und Sintis sind zwei verschiedene welten Roma und sintis haben nichts miteinander zu tun. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • "Serbe" Tim Rupp – 09.06.09
    äh.."Zigeuner" ist ein Wort, mit der die Minderheit der Sinti und Roma in Deutschland beleidigt wird.
    und leider war der Täter ein Roma serbischer Nationalität, deshalb wird er auch an Serbien ausgeliefert
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden

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