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Beim Klettern den eigenen Körper spüren

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14:29 18.08.2021
Klettern trainiert Maximalkraft und Technik
„Klettern trainiert Maximalkraft und Technik“: Frauke Scheumann in der Boulderwand. Quelle: Markus Hartwig

Wir haben einige Möglichkeiten zusammengestellt, die unter dem Hallendach für Schweißausbrüche sorgen. Beim Klettern oder Bouldern im RoXx-Kletterzentrum im Hochschulsport Göttingen etwa werden Maximalkraft und Technik trainiert.

RoXx: Klettern bis unters Dach

Lust am Klettern oder am Bouldern? „Göttingen bietet die größte universitäre Kletterhalle Deutschlands. Die 1750 Quadratmeter große Kletterfläche stellt massig Platz und Gelegenheit zur Verfügung, seine Klettervorlieben indoor auszuleben“, schwärmt Vincent Nörig, Assistent der Geschäftsleitung im RoXx-Kletterzentrum – Hochschulsport Göttingen.

Während Nörig die Unterschiede zwischen den beiden Kletter-Arten erläutert, macht sich im Hintergrund das Ferienprogramm für Kinder etwas lautstarker bemerkbar als das übrige Geschehen. Die Kinder im Alter von acht bis zwölf lernen hier an vier Tagen pro Woche jeweils für zwei Stunden und in Gruppen zu jeweils drei Kindern den Nervenkitzel Klettern kennen – selbstverständlich unter Anleitung und abgesichert.

Pro Route eine Farbe

Beim Klettern in der Halle werden Kletterstrecken mit in die Wand geschraubten Griffen und Tritten genutzt. Diese sind pro Route einheitlich gefärbt. Als geklettert gilt eine Route, wenn sie von unten bis oben durchstiegen ist, ohne dass sich in das Seil gesetzt wurde oder andersfarbige Griffe und Tritte genutzt wurden. „Im RoXx-Kletterzentrum bieten wir Routen für alle Level an“, sagt Nörig beim Rundgang durch die Hallen.

Im RoXx kann sowohl im Toprope, also mit Seil, das bereits oben im Umlenkkarabiner eingehängt ist, als auch im Vorstieg, bei dem das Seil beim Hochklettern in die Karabiner an der Wand vom Kletternden eingeclippt wird, geklettert werden. Toprope-Kletterer können alle Routen in der Halle – mit Ausnahme des großen Überhangs – klettern. „Denn durch unsere neuen Umlenker ist ein versehentliches Aushängen des Seils unmöglich“, versichert Nörig.

Bouldern: Klettern  in Absprunghöhe

Das Bouldern ist eine Variation des Kletterns, die im RoXx in drei Räumen angeboten wird. Zusätzlich steht die im vergangenen Jahr eröffnete Außenboulderwand zur Verfügung. Das Prinzip ist das gleiche wie beim Klettern: „Gebouldert wird entlang von Routen, die von unserem Routenbauteam in die Wand gesetzt und gelegentlich neu gezogen werden“, so Nörig – es sollen möglichst unterschiedliche Passagen im Angebot sein.

Auch hier hat jeder Boulder eine eigene Farbe. Anders als beim Seilkettern geht es beim Bouldern maximal 4,50 Meter in die Höhe. Unter der Wand gibt es einen Boden aus weichen Fallschutzmatten – Nörig nennt Bouldern „Klettern in Absprunghöhe“. Damit nicht aus der Höhe abgesprungen werden muss, sind aber zusätzlich Abklettergriffe montiert.

Maximalkraft trainieren

Egal ob Klettern oder Bouldern – für Frauke Scheumann und Sebastian Nied ist das RoXx-Kletterzentrum ein beliebter Treffpunkt. „Klettern trainiert Maximalkraft und Technik“, weiß Scheumann, die sich selbst als Kletterfanatikerin bezeichnet. Das Seilklettern in der Halle sei generell ein gutes Training, insbesondere aber eine Vorbereitung auf das Felsklettern im Sommer. „Es ist ein super Gefühl, wenn ich die Routen bis ganz nach oben schaffe“, ergänzt Sebastian Nied. Das Bewegen außerhalb der eigenen Komfortzone, das Klettern, sei zugleich ein kontrolliertes Spiel mit der Gefahr und eine gute Methode, den Kopf frei zu bekommen.

Seit Sommer bietet das Kletterzentrum wieder Kurse an. Wer das Klettern erst einmal nur austesten möchte, ist in den Probekursen gut aufgehoben. „Wer sichern lernen will, kann unsere Einstiegskurse belegen. Und für alle, denen das Toprope zu langweilig wird, gibt es unsere Vorstiegskurse“, gibt Nörig Einblick ins Programm. Damit es im RoXx nicht zu voll wird, sind Timeslots eingerichtet worden. Diese müssen vor dem Besuch reserviert werden.

Von Markus Hartwig

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