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Eine Tennis-Anlage idyllischer als die nächste

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15:10 26.07.2021
Schön gelegen, von Natur umgeben: die Tennisplätze auf den Göttinger Schillerwiesen.
Schön gelegen, von Natur umgeben: die Tennisplätze auf den Göttinger Schillerwiesen. Quelle: Swen Pförtner
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„Die Plätze sind über 100 Jahre alt, die Anlage ist fast schon ein historisches Relikt“, sagt Julia Dietrich, die beim Tennis- und Ski-Klub Göttingen (TSC) für Organisatorisches zuständig ist. Ein Kontrast springt schnell ins Auge: das grün gestrichene Holzhäuschen auf der Anlage, das Geschichten aus Dekaden erzählen könnte. Unmittelbar daneben steht das hochmoderne Einwählsystem, das Zugang zum Platz ermöglicht. Die Buchung erfolgt nämlich online, ein Zahlencode gewährt Einlass – für Mitglieder eines Tennisvereins ebenso wie für die breite Öffentlichkeit. Dietrich betont: „Es gibt in Göttingen kaum weitere Sandplätze, die auch ohne Vereinsmitgliedschaft bespielt werden können.“

TSC Göttingen wurde 1898 gegründet

Das Vereinsleben des TSC, mit über 700 Mitgliedern der größte Tennisverein Südniedersachsens, tobt einen halben Kilometer weiter südlich. Die Anlage des 1898 gegründeten Klubs ist ebenfalls schon über ein Jahrhundert alt und besteht aus Klubhaus, zwölf Outdoor- und drei Hallenplätzen. „Wer das Vereinsleben liebt oder in der Mannschaft spielen möchte, ist beim TSC gut aufgehoben“, betont Gesa Schiele, die Sportwartin beim TSC ist.

Neben dem Punktspielbetrieb gebe es, wie die 46-Jährige ausführt, auf den TSC-Anlagen jährlich zwei große Turniere: zum einen die Göttinger Stadtmeisterschaften, die seit über 40 Jahren ausgetragen werden, zum anderen den Harz-Leine-Cup, bei dem es sich um ein „Jugendturnier mit deutschlandweit hohem Ansehen“ handele.

Sportwartin Schiele spielt seit Kindheitstagen auch selbst Tennis. „Es ist ein Familiensport. Die Oma kann es mit dem Enkelkind spielen, und man benötigt nur einen Partner, keine ganze Mannschaft“, sagt sie. Das Thema Kinder- und Jugendtennis wird beim TSC groß geschrieben. „Nachwuchsförderung ist wichtig, damit der Verein weiterlebt“, unterstreicht die 40-jährige Dietrich.

Den Nachwuchs haben auch die anderen Göttinger Vereine klar im Blick, etwa der Göttinger Tennisclub (GTC), der ähnlich idyllisch im Göttinger Stadtwald angesiedelt ist. Oder der SCW in Weende. Hier ist André Fahrner als Trainer aktiv und vom Vereinsleben enorm angetan: „Es geht uns um die Gemeinschaft. Man kennt sich per Du und erlebt im Verein so eine Herzlichkeit, dass man sich einfach wohlfühlt.“

Die Zielgruppe beim SCW sei breit gestreut, wie die Abteilungsleiterin des SCW, Svenja Kettwig, berichtet: „Wir bilden alle Bereiche gut ab: Freizeit- und Leistungssport, Kinder, Familien und auch erwachsene Wiedereinsteiger“, erklärt sie. „Jeder ist willkommen – auch Personen, die keine Punktspiele betreiben, sondern schlicht Tennis spielen wollen“, sagt Fahrner.

Granulat-Untergrund in der Halle als Besonderheit

Eine Besonderheit beim SCW sind die Hallenplätze, weil statt auf Teppichboden auf Granulat gespielt wird – eine Bodenart, die im Umkreis von 100 Kilometern absoluten Seltenheitswert hat. Der Übergang von draußen nach drinnen und umgekehrt falle in Weende leicht, erklärt Kettwig.

Der stellvertretende Vorsitzende der Schwarz-Weißen, Heinz Grillemeier, ist angetan vom Rundumpaket des Weender Areals: „Die Tennisplätze, die Gastronomie, zudem ein eigener Tennisshop mit Reparaturservice. Mit Blick auf die Mitglieder-Zahl und den großen Boom nach den Erfolgen von Boris Becker sagt Grillemeier: „Die Becker-Zeiten sind vorbei. Aber die Nachfrage bleibt hoch. Wir sind konstant über 200 Mitglieder in der Abteilung, aktuell etwa 250“. Was das Flair auf den Sandplätzen in der Nordstadt betrifft, spricht Grillemeier von einer „grünen Oase“. Auch, weil das Parkbad Weende direkt nebenan liegt.

Auf den Schillerwiesen sind die Aktiven in der Hitze froh, dass die Bäume als natürliche Schattenspender fungieren – das gilt auch für Petra Reußner, die einmal wöchentlich auf der Anlage ein Training absolviert. „Die Anlage ist superschön. Und am Tennis finde ich die Kombination aus Technik, Ausdauer und Schnelligkeit reizvoll“, sagt die 53-Jährige. Zudem könne Reußner, verrät sie, beim Tennis „total gut entspannen. Nach der Arbeit komme ich hierher und kann einfach abschalten.“ Somit sei für sie das Rückschlagspiel ganz klar Freizeitsport.

Stichwort Freizeit: ob auf den Schillerwiesen den Sommerabend ausklingen lassen, ob beim SCW im Anschluss ans Tennismatch ins Wasser des Parkbads eintauchen oder beim Göttinger Tennisclub die Waldidylle genießen – eins ist gewiss: An einer tollen Lage mangelt es den Tennisplätzen in Göttingen definitiv nicht.

Von Timo Holloway