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Fit in Göttingen – und zwar im Team

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15:08 26.07.2021
Die Handballerinnen des MTV Geismar freuen sich, dass sie in der Sporthalle Geismar II wieder zusammen trainieren können.
Die Handballerinnen des MTV Geismar freuen sich, dass sie in der Sporthalle Geismar II wieder zusammen trainieren können. Quelle: Timo Holloway
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Gerade bei der Taktikschulung wird schnell deutlich, warum Handball Mannschaftssport ist: Für den Erfolg müssen die Reihen aus Spielerinnen zusammenhalten – und das gleich im doppelten Sinn.

Trainerin Tina Schilling betont: „Beim Handball ist jede Spielerin und jeder Spieler unerlässlich. Das versuche ich auch, meinen Mädels zu vermitteln.“ Sie selbst freue sich besonders über die Momente, „wenn im Spiel das klappt, was man vorher gemeinsam im Training geübt hat“.

„Unsere Trainerin legt wirklich Wert darauf, dass wir uns im Team gut verstehen“, berichtet Soraya Barp – und ihre Mitspielerin Amelie Münter betont: „Der Spaß hält unsere Mannschaft zusammen.“ Trotz allem Ehrgeiz gehe es nicht darum, „immer unbedingt gewinnen zu müssen“. Neben dem Sport verabreden sich die 17- bis 30-Jährigen auch in der Stadt und freuen sich auf das gemeinsame Bierchen nach dem Training, wie Münter berichtet.

MTV Geismar geht mit vier Frauenteams auf Punktejagd

 Mit  vier Frauenmannschaften und mehr als zehn weiteren Teams geht der MTV Geismar auf Tore- und Punktejagd. Die Übergänge im Damenbereich sind fließend, man hilft auch mal in benachbarten Teams aus. Und wenn eine der Mannschaften ein Punktspiel hat, kümmert sich eine andere um Catering, Wischen und Anfeuern.

Auch wenn die Punktspielserie noch nicht gestartet ist, sind die MTV-Handballerinnen überaus glücklich, wieder den „besonderen Geruch der Halle“ (Schilling) sowie das Quietschen wahrzunehmen. Auch die MTV-Spielerin Isabel Vellmer ist nach der langen Pause im vergangenen Jahr sehr froh, „endlich wieder die Familie um sich herum zu haben“.

Ortswechsel: Beim MTV Rosdorf wird der kleine Lederball ebenfalls mit Karacho ins Tor geworfen. 18 Handballmannschaften von den Bambinis bis zu den Herren stellt der Klub. Das Vereinsgefühl wird auch an einer Stelle deutlich, an der man es eher nicht erwartet: im Freibad. „Dort liegen an einer Stelle immer alle Handballer zusammen, von jung bis alt“, so Abteilungsleiterin Inken Seebode.

Die 49-Jährige erzählt, dass die Sporthalle am Siedlungsweg von den Rosdorfern als „Wohnzimmer“ bezeichnet wird.  Seebode selbst haben sich an die Halle zwei  Erinnerungen eingeprägt: Zum einen traten die Männer kürzlich gegen den erstklassigen TBV Lemgo Lippe an. Zum anderen absolvierte Seebode selbst  in den 90er-Jahren mit der Frauenmannschaft ein Testspiel gegen den Bundesligisten aus Sindelfingen. „Als Frau in der vollen Halle zu spielen, war natürlich eine tolle Erfahrung“, so Seebode. Aktuell werde das „Wohnzimmer“ des MTV saniert, stehe bald aber wieder zum Sporttreiben und Wohlfühlen zur Verfügung.

Sportartenwechsel: Ein Team mit ganz besonderer Historie findet sich ab kommenden Montag allwöchentlich auf dem Sportplatz im Maschpark ein: die Traditionsfußballmannschaft des 1. SC 05. Einer der Spieler, der 62-jährige Achim Pilz, erklärt: „Wir trainieren wieder zusammen – auch wenn das ab einem gewissen Alter mangels Form natürlich nicht mehr so einfach ist.“ Fast noch wichtiger als das gemeinsame Sporttreiben seien ihm zufolge die Gespräche im Anschluss. „Das sind intensive Wiedersehen, die einfach Spaß machen.“

Mit Blick auf das Schlagwort Team weiß der ehemalige 05-Offensivakteur zu berichten: „Einer allein bewegt gar nichts. Im Fußball ebenso wie in anderen Bereichen des Lebens, zum Beispiel in der Familie.“ Insofern überrascht es kaum, dass für Pilz die Bedeutung des Traditionsteams vor allem dadurch entstehe, „dass wirklich so viele Spieler von damals mit dabei sind“.

6:3-Sieg gegen den Hamburger SV im Maschpark

Viele 05er, die 1989 in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga mitspielten, beleben die im Jahr 2019 gegründete Traditionsmannschaft. Das Salz in der Suppe sind für die 05-Spieler die Duelle mit anderen Mannschaften. Vor allem, wenn es so glatt läuft wie beim 6:3-Sieg gegen den Hamburger SV Ende 2019. „Wir haben bislang kein Spiel verloren, und das soll möglichst lange so bleiben“, sagt Pilz. Was aus dem Munde von jemandem, dessen Leistungssportkarriere drei Dekaden zurückliegt, klingen mag, wie ein Spaß, ist alles andere als das. Denn Pilz betont: „Wenn du auf den Platz läufst, und da ist ein Gegner, dann willst du einfach gewinnen.“

Der 05-Spieler schwört auf „satten, grünen Rasen, dazu ein bisschen Regen. Das ist optimales Fußballwetter, der Ball rollt dann wie am Schnürchen.“ Schenkt man dem aktuellen Wetterbericht Vertrauen, dann könnte Pilz am Montag im Maschpark doppelten Grund zur Freude haben: seine Lieblingsspielbedingungen auf der einen Seite, das Wiedersehen mit den Mitspielern aus dem Traditionsteam auf der anderen.

Von Timo Holloway

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